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Jana - High School Neuseeland Blog

20.07.2015: I'm coming home


Wow! So schnell vergeht ein Jahr….
Vor einem Jahr musste auch ich mein Leben in ein oder zwei Koffer zu packen, Abschied nehmen und mit viel Vorfreude aber auch Nervosität durfte ich einen neuen Lebensabschnitt am anderen Ende der Welt beginnen.
Ich muss zugeben, es lief nicht alles geschmirgelt und ohne Probleme, aber wenn wir einmal ehrlich sind, wäre es doch langweilig wenn alles glatt laufen würde und man sich nicht vor neue Herausforderungen stellen müsste, oder nicht?!
Denn genau all das, was ich in Neuseeland erlebt und gelernt habe - eine riesen Portion voll Spaß, Freunde, neuen Erfahrungen, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen, Erlebnisse und ab und zu kleine Tiefpunkte – das ist was zählt und was zu so einem High School Jahr dazugehört.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich das Nelson College for Girls für ein Jahr besuchen, in einer super Gastfamilie leben und einzigartige Erinnerungen machen durfte. Dieses Jahr ist mit Sicherheit eines derer, auf das ich für mein ganzes Leben mit einem Lächeln im Gesicht zurück schauen werde.

Abel TasmanMeine neuseeländischen Freunde habe ich an dem letzten Tag in Neuseeland zu mir nach Hause zu einer kleinen „Farewell Party“ eingeladen. Es war richtig schön, noch einmal mit allen einen schönen Abend zu verbringen, bevor ich sie für eine ungewiss lange Zeit verlassen musste.
Am Samstagmorgen musste ich dann um 6.30am an den Flughafen in Nelson um zu erfahren, dass mein Flug nach Christchurch gecancelt wurde und wir bis 9am auf ein anderes Flugzeug warten mussten.
Ob wir den Anschlussflieger in Christchurch nach Singapore erreichen können, war auch nicht klar, aber haben wir dann doch geschafft.
Die meisten meiner Freunde und meine Gastfamilie saßen zusammen mit mir für zwei Stunden am Flughafen, was den Abschied nicht besonders leicht gemacht hatte. Der schlimmste Moment war allerdings, als ich aufgelöst und mit verquollenen Augen meine weinenden Freunde und meine zweiten Familie (Gastfamilie) das letzte Mal in die Arme nehmen konnte und gleich darauf durch das Gate weglaufen musste – für immer (?) Ja oder vielleicht Nein ?

Abel TasmanIch bin nun seit ca. zweieinhalb Wochen wieder zu Hause und es war auf jeden Fall sehr schön alle meine Freunde und meine Familie wieder zu sehen. Dennoch ist Neuseeland und alle Menschen, die ich dort kennen lernen durfte, einfach ein Teil von mir geworden und es vergeht bisher kein Tag, an dem ich nicht an die schönste Zeit meines Lebens und die Menschen denke.
Ich vermisse mein Leben als Austauschschüler schon sehr… Zur Zeit habe ich allerdings Sommerferien, sodass ich ein wenig Zeit habe, mich wieder an alles zu gewöhnen und mich auf zwei weitere Jahre Schule vorbereiten kann.

Für alle Schülerinnen und Schüler oder auch Eltern, die sich gerade überlegen nach Neuseeland zu gehen: Ich lege euch ans Herz, euren Mut zusammen zu nehmen und auch wenn es euch schwer fällt, euch von eurem gewohnten Umfeld und Freunden zu verabschieden, die Entscheidung für eine bestimmte Zeit ins Ausland zu gehen zu fällen.

Ihr werdet so viel Neues, Tolles und Unbekanntes entdecken, das euch sprachlos zurück lassen wird und ihr als neue Persönlichkeit mit neuen Ansichten wieder zurück kehren werdet. Mein Auslandsjahr hat mich so einiges gelehrt - und das meiste außerhalb des Klassenzimmers. Für all diejenigen, die gerade für ihr erstes Mal auf eine neuseeländische Schule gehen wünsche ich ganz viel Spaß, das Beste und viel Erfolg! Nutzt jede Chance diese Zeit zu einer der besten zu machen, denn glaubt mir diese Zeit wird wie im Fluge vorbeigehen und dann werdet ihr sie unglaublich vermissen.

You guys rock! C u later ! Jana

 

16.06.2015: Das Wettrennen beginnt jetzt!


OH MY GOSH! 3 Wochen und ich befinde mich wieder auf dem Rückflug von dem wohl besten 'Adventure' in meinem ganzen Leben! Es war amazing!
Aber ich frage mich doch immer wieder wo denn die ganze Zeit geblieben ist?! Juli 2014 scheint gestern gewesen zu sein.
Über den Rückflug denke ich gar nicht nach, denn es macht mich einfach viel zu traurig. Deshalb erzähle ich euch ein bisschen von den letzten drei Monaten.
Abel Tasman Während meiner Zeit in Neuseeland bin ich so ein bisschen zu einem 'Fishing and Hunting Chick' geworden. Mein Gastvater, dessen Freund und ich sind in der Nacht ca. 5 Stunden zum
Jagen gegangen. Es hat wirklich Spaß gemacht, allerdings war es aber auch ganz schön scary. Es war stockdunkel, wir sind durch alle möglichen Felder gelaufen, über Zäune geklettert und haben nach Rehen Ausschau gehalten.
Dann haben wir in ein Rohr geröhrt, um die Rehe auszutricksen und da hab ich mir ja fast in die Hose gemacht, denn ich hab gedacht, das Reh steht zwei Zentimeter neben mir.
Wir hatten einige Rehe im Ausblick, allerdings keins geschossen, aber es war ein Erlebnis.

Dann standen auch schon die Ferien nach dem ersten Term an.
Zusammen mit meiner Gastfamilie sind wir nach Auckland geflogen und haben mit Verwandten ein paar Tage verbracht. Wir waren shoppen (das in Auckland wirklich gut ist), sind schwimmen und fischen gegangen und einen Tag mit dem Boot hinausgefahren.

Abel TasmanZurück in Nelson bin ich mit einer Freundin im Abel Tasman wandern gegangen. Wir sind mit dem Watertaxi in den Park gefahren und innerhalb von zwei Tagen zurück nach Kaiteri gelaufen. Da alle Hütten ausgebucht waren, haben wir beide Nächte in Zelten geschlafen, was allerdings sehr kalt war und die zweite Nacht hatte eine Maus ein Loch in das Zelt gebissen und sich dann an unser Essen gemacht.
Da Mäuse nicht so meine Lieblingstiere sind, hatte ich ein bisschen eine schlaflose Nacht und wünschte mir, ich hätte eine Mausefalle eingepackt. Im Nachhinein war es dann aber schon ein bisschen lustig.

Und dann hat die Schule auch schon wieder angefangen.
An den Wochenenden gehe ich mountainbiken, denn sobald man in Nelson auf einem Hügel ist, hat man einfach die beste Aussicht über Hügel, Strand, Meer und Berge zur gleichen Zeit und das ist einfach genial.
In Term zwei habe ich angefangen, Fußball zu spielen. Manche Menschen denken bestimmt: ohje.... Und das stimmt auch. Der Ball und ich waren nicht sofort eine Einheit, allerdings hat es jedes Mal sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich es nur 'for a laugh' angefangen habe.

Ich wusste gar nicht, dass es in Neuseeland Schlaglöcher gibt, bis ich am Girls College in eines getreten bin und mir den Fuß gebrochen habe.
Das hat mich unglaublich geärgert, denn ich habe fünf Wochen meiner Zeit in Neuseeland in einem äußerst unattraktiven Moonboot verbracht, konnte auf keine 'Adventures' gehen und habe den Tramp von Outdoor Education verpasst.
Die Kiwis haben versucht mich aufzuheitern und gesagt 'Well, that's a different 'kiwi experience' und haben sich ganz lieb um mich gekümmert.
Anstatt Mountainbike-Touren hatten wir dann eben Movie-Nights. Jetzt wo ich endlich meinen Moonboot wieder los bin, ohne Krücken laufen und auch wieder langsam Sport machen darf, sieht die Welt wieder ganz anders aus und ich kann meine letzten drei Wochen nochmal richtig ausnutzen.

Um meinen akademischen Lebenslauf ein bisschen aufzupolieren, habe ich dann das Cambridge Examen abgelegt und an der Vorbereitungswoche teilgenommen, das mit sehr viel Arbeit verbunden war, aber sich schlussendlich hoffentlich lohnen wird.

Letzten Sonntag hatten wir das für mich letzte 'Get Together and Farewell' mit Study Nelson. Nach einem Catch-up mit anderen Schülern haben wir den Nachmittag mit töpfern verbracht, für das Nelson sehr bekannt ist.
Hier in Neuseeland wird es jetzt schon ganz schön kalt und sehr schnell dunkel. Die Berggipfel sind fast immer mit Schnee bedeckt, die Bäume werden farbreich oder verlieren auch schon ihre ganzen Blätter. Dennoch ist es sehr sonnig und Nelson mit Strand, Meer und schneebedeckten Bergen im Hintergrund, ist noch immer mehr als anziehend. 'It's a beauty!'

Abel TasmanLeider heißt es für mich viel zu bald Abschied zu nehmen. Ich kann mir das so überhaupt gar nicht vorstellen. Ich lebe hier (nachdem ich den Moonboot wieder los bin) den Traum. Aber nun gut, über Abschied nehmen gibt es in meinem nächsten Blog mehr, den ich wahrscheinlich von Deutschland aus schreiben werde.

Bis bald, Jana

25.03.2015: Back at school!


Schule hat wieder angefangen was mir gerade eigentlich ganz gut gepasst hatte :D
In diesem Jahr stehen Calculus, Englisch,Französisch, Materials und Outdoor Education auf dem Programm.
Bevor die Schule allerdings wieder los ging, hatten wir am 2. Februar noch einmal frei, denn es war Nelson Anniversary Day und die 'Monster Slide' kam nach Nelson. Die Monsterslide war eine ca.250m lange und zweispurige Wasserrutsche, die eine Straße in Nelson herunter lief. Man konnte mit Luftmatratze, Boogie Board oder auch nur mit Badehose herunterrutschen. Es hat zwar leider geregnet und wir mussten sehr lange in der Schlange warten, dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht :)
In der Schule waren wir für diese Woche dann nur 3 Tage, denn am Freitag war schon wieder ein Feiertag, sodass ich mit einer Freundin zu einer kleinen Insel, die an der Küste von Nelson liegt kayakte und den sogenannten 'Barnicoat' Hügel mountainbikte. Das Schnaufen während dem mountainbiken war es auf jeden Fall Wert war, denn wir hatten einen super Ausblick auf meine zweite und wunderschöne Heimat Nelson :)
Nelson

In der dritten Schulwoche stand dann das Year 13 Camp für drei Tage an. Irgendwie war keiner so richtig aufgeregt, sobald wir dann allerdings im 'Teapot Valley' wo das Camp stattgefunden hatte ankamen und unsere Kabine bezogen hatten, fing der Spaß auch schon an.
Neben 'Teambuilding' Aufgaben, 'Leadership' Verantwortungen, Präsentationen und vielem mehr hatten wir auch Mini Teapot Olympics um einfach nur Spaß zu haben oder konnten die Wasserrutsche oder den Flying Fox ausprobieren. Das Essen war so gar nicht typisches Camp Essen, denn es war super lecker und fast wie von zu Hause :)
An beiden Abenden spielten wir 'Spotlight' das Verstecken im Dunkeln ist, allerdings verstecken sich alle Schülerinnen in Zweier Gruppen draußen im Dunkeln und zwei Lehrer müssen alle Schülerinnen mit einer Taschenlampe finden.
Allerdings möchte kein Grüppchen die ersten sein, denn das erste Grüppchen bekommt eine Monobraue aufgemalt :D Am letzten Abend hatten wir dann noch das Camp Concert, bei dem so einige Talente ans Licht gekommen sind.
Am dritten Tag bekamen wir dann unsere Leadership Badges auf die wir das ganze Camp gewartete haben, denn wenn man eine Year 13 Schülerin ist hat man jeden Tage eine Stunde eine sogenannte 'Free Period' und darf die Schule verlassen - allerdings nur wenn man die Leadership Badge trägt.
Neben vielen ernsthaften Präsentationen und Vorträgen hatten alle 240 Year 13 Schülerinnen zusammen mit ihren Lehrern und Freunden sehr sehr viel Spaß und genossen die drei Tage.
Kaum war ich dann vom Year 13 Camp zurück, bin ich mit meiner Gastfamilie und deren Freunden an den Lake Rotoiti gefahren um Wasserski, biscuiting, kneeboarding etc. auszuprobieren.
Biscuiting ist mein Favorit, denn mein Talent vom Skifahren konnte ich beim Wasserski fahren ja mal so gar nicht zeigen, sodass ich mich nicht einmal zwei Sekunden über dem Wasser halten konnte :D
Mit müden Muskeln hörten wir dann mit dem Wassersport auf und düsten mit dem Boot noch ein bisschen auf dem See entlang wobei mein Gastvater anscheinend einmal in seinem Leben eine seekranke deutsche Gastschülerin auf seinem Boot haben wollte :D Nicht dass ich wirklich seekrank wurde, allerdings wurde mir nach der zehnten richtig starken Kurve, die wir nur drehen mussten um den angeblich Stöcken auszuweichen ( die nur ich nicht sehen konnte :P ), schon mal mulmig im Magen wurde :D
Wasserski

Mein erstes Event für mein Haus Maungatapu waren die House Swimming Trials.
Jeder musste an einem Mittwoch morgen um 8.45am im Schwimmbad der Schule vier Bahnen in vier verschiedenen Styles schwimmen. Das hört sich jetzt nicht so besonders an, allerdings finde ich den Gedanken, dass es eine Schulveranstaltung ist und jeder sich gegenseitig mit den Haus Chants, die größtenteils mehr geschrien als gesungene Lieder sind, anfeuert richtig cool.

Als nächstes stand dann der Athletics Day in der Schule an. Jeder kleidet sich in den Farben seines Hauses, sodass ich heute mit dem Motto 'Blau blau blau sind alle meine Kleider, blau blau blau ist alles was ich hab' zusammen mit grünen, roten, gelben und lilanen Mädels in den Bus eingestiegen bin um zum 'Saxton Field' wo der Atheltics Day stattgefunden hat zu kommen.
Jeder musste an vier Stationen teilnehmen, von denen manche im Vergleich zu Deutschland auch ganz tropisch waren wie zum Beispiel Speer Wurf oder Diskus :D
Als es dann zu den entscheidenden Finals kam, fing jedes Haus an seine eigenen 'Chants' zu singen und da hab ich dann doch mal kurz Gänsehaut bekommen :)
Ich finde es einfach super, dass sich die Schule trotz normalem Schulstress so viel Zeit nimmt und versucht alle Mädels als Team in Form von Veranstaltungen wie der Athletics Day oder Swimming Sports Day zu stärken.

Anfang März habe ich dann mit meiner Gastfamilie Wellington auf der Nordinsel besucht.
Wir sind mit der Fähre vier Stunden nach Wellington gefahren und haben ganz Tourist mäßig mit Regenjacke, GoPro und Selfie Stick die Stadt erkundet :D
Auf dem Programm stand die Cable Car, die 'Waterfront', das Nationalmuseum 'Te Papa' das wirklich sehr sehr gut ausgestattet und nicht ein bisschen langweilig ist und das Parlament 'Beehive' mit einer kostenlosen Tour.
Ich muss schon sagen, dass Wellington eine Stadt mit Charakter ist, allerdings ist sehr sehr windig und das Wetter wechselt zehn mal am Tag :D
Am Sonntag morgen brachte uns die Fähre bei Sonnenschein durch die wunderschönen Queen Charlotte Sounds und mit einem Besuch von ein paar Delfinen wieder zurück auf die Südinsel. Beehive Wellington

Kurz darauf hatte ich dann die Möglichkeit noch einmal nach Christchurch zu kommen.
Die Eltern meiner Gasteltern leben in Christchurch, sodass ich die Chance hatte sie kennenzulernen.
Die Eltern meines Gastvaters zeigten mir die Highlights von Christchurch und wir gingen für eine kleine Tiki Tour mit der alten Bahn durch Christchurch und danach mit meinen zwei kleinen Gastschwestern in den 'Orana Park' das mehr oder weniger ein Zoo ist.
Wir besuchten auch die Eltern meiner Gastmutter, die auf einer typisch neuseeländischen Farm mit ca. 2000 Schafen leben.

Eine weitere Veranstaltung die das Nelson College for Girls zusammen mit dem Nelson College organisierte war der Senior Dance. Alle Schüler und Schülerinnen von den Jahrgängen 11 bis 13 waren eingeladen und sollten sich nach dem Motto 'Der Buchstabe 'S' ' verkleiden.
Meine Freunde und ich entschieden sich als Schlümpfe zu gehen :D
Wir hatten dann 'Clumsy Smurf', 'Blonde Smurf', 'Browney Smurf', 'International Smurf' … Wir trugen ein weißes T-Shirt und bemalten unsere Beine, Arme, Gesicht und Hals mit blauer Farbe.. Schlümpfe eben :D
Wir hatten sehr viel Spaß und tanzten neben 'Surf Lifeguards', 'Sumos', 'Skittles','Scientists'... Kajak fahren

Der letzte sehr große Trip bevor ich mich für heute dann auch schon wieder verabschiede war der Kayak Trip mit Outdoor Education.
Wir übten wochenlang die Eskimorolle mit den Kayaks in dem Pool des Girls College und gingen einige Male auf den Fluss in Motueka um unsere Kayak Fähigkeiten zu verbessern, bevor wir dann letzte Woche für vier Tage nach Murchison fuhren um sehr sehr sehr viel Saß in den Rapids des Buller Rivers zu haben.
Der erste Tag handelte sich um 'River Rescue'. Wir sprangen mit Neoprenanzug und Lifejacket in den Rapid, mussten sehr schnell und aggressiv in die Mitte des Rapids schwimmen, die Luft anhalten und wurden dann von den anderen Mädels in unserer Klasse mit sogenannten 'Throwbags' gerettet.
Was für ein Spaß !!!! Es hat eine Weile gedauert bis jeder einmal dran war, allerdings durften wir das ganze noch einmal machen, denn wir wurden mit einer 'Zip Line' von der einen Seite des Flusses durch die sehr schnelle und kraftvolle Strömung und Wellen auf die andere Seite gezogen...das sah ein bisschen wie eine Seilbahn aus :) von der anderen Seite aus durften wir dann noch einmal in die Strömung springen :)
Ich kann gar nicht beschreiben wie viel Spaß das gemacht hat!
Die letzten drei Tage drehten sich dann nur noch um Thermals, Neoprenanzug und all das andere Zeug anzuziehen, ins Kayak zu hüpfen und auf dem Fluss zu sein :)
Wir lernten mit verschiedenen Fluss Situationen klar zu kommen und kayakten durch sehr viele Rapids ...ein heiden Spaß !
Die Sahne auf dem Schwarzwälderkirsch Kuchen waren dann nur noch die Mädels, die diesen Trip für mich unvergesslich gemacht haben.

Das war es auch schon wieder von der südlichen Hemisphäre, wo es so langsam aber sicher ein bisschen kälter wird und es am Morgen ganz schön dunkel ist.
Haltet die Ohren steif und heute ist nicht alle Tage ich komm wieder keine Frage ! :)

Jana

21.01.2015: Gold Coast, Merry Christmas, Happy New Year – Hello again!

Also eigentlich weiß ich ja gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll...

Also eigentlich weiß ich ja gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll... Die letzten Wochen oder eher Monate gingen so schnell vorüber, ich bin sehr viel gereist, habe massig neue Erfahrungen gesammelt und riesig Spaß gehabt...

Ich fange da an, wo ich letztes Mal aufgehört habe.

Nachdem wir mit Nelson Experience zuletzt Abseilen waren, gingen wir am Tag darauf im und um den Hafen von Nelson segeln. Unsre nächste Mission war dann der Hochseilgarten. Eigentlich ging unsere “Abenteuer Woche“ noch für drei Tage weiter, allerdings hatte meine Gastmutter mir angeboten mit ihr, ihrer Tochter und deren Freundin nach Australien zur Gold Coast zu fliegen, da sie ein Flugticket zu viel hatten.

Das Highlight für mich war, dass ich Kängurus, Schlangen und einen Koala anfassen und halten durfte (außer das Känguru eben :D ). Die Schlange hatte ich um meinen Hals hängen und es kam mir vor als könnte ich jeden einzelnen Muskel fühlen, das Känguru konnte ich leider nur streicheln, da es sonst womöglich mich halten und in seine Tasche stecken würde und nicht ich das Känguru :D Mein kleiner, bester Freund war dennoch der Koala, denn er war so fluffig, allerdings ganz schön schwer :D Anfang Dezember machte ich dann bei der Nordinseltour mit, die mir mit vielen verschiedenen Aktivitäten und Reisezielen sehr gut gefallen hat, auch weil wir auf der Tour meinen Geburtstag feierten. Leider war mein Geburtstag auch der letzte Tag der Tour, aber zu Hause erwartete mich dann meine Gastfamilie mit einem weiteren Geburtstagskuchen, einem Liedchen und ein paar kleinen Geschenken :) so habe ich dann auch meinen Geburtstag in Neuseeland gefeiert, was wirklich schön war :) auch wenn ich diesmal keine große Party mit allen meinen Verwandten haben konnte.

Kaum war ich dann zu Hause ging ich mit meinem Gastvater abends fischen. Für alle, die sich nun wundern wo denn auf einmal der Gastvater herkommt - ich habe Hausnummern getauscht :) Wir sind mit dem Boot zunächst 11km auf das Meer zu unserem 'Secret Spot' gefahren, bevor wir mit dem Angeln begannen. Es hat nicht lange gedauert bis wir unsern ersten, wirklich großen Fisch gefangen haben. Da ich vorher noch nie fischen war, konnte ich nicht ganz einschätzen ob dieser Fisch wirklich so groß ist, allerdings wurde mein Gastvater ganz aufgeregt und hat sich mächtig über unseren Fang gefreut – muss also doch ganz groß gewesen sein :D

Gold Coast

Kurz vor Weihnachten kam meine Familie aus Deutschland zu Besuch. Zusammen mit meinem Bruder und meinen Eltern bin ich dann in einem Campervan für zweieinhalb Wochen durch die Südinsel Neuseelands getourt. Meine deutschen Gäste wurden glücklicherweise von Sonnenschein in Nelson empfangen, sodass ich sie durch Nelson führte, ihnen meine Schule zeigte und meine Gastfamilie sie mit einem BBQ begrüßte und kennenlernte. Am nächsten Tag starteten wir dann unsre große Tour, übernahmen den Campervan, kauften den halben Supermarkt leer um den Kühlschrank und die Regale aufzufüllen und fanden uns in Pohara, das in der Golden Bay liegt, wieder :D Als nächstes stand dann das ultimative Muss in Neuseeland an - der Abel Tasman. Weiter nördlich ging es dann am deutschen Weihnachtstag, 24. Dezember, nach Golden Bay. Auf dem Weg dorthin erfuhren auch meine Eltern wie lieb und hilfreich die Neuseeländer sind, denn unsre Gangschaltung des Campervans funktionierte auf einmal überhaupt nicht mehr und wir rollten glücklicherweise in einen Parkplatz. Dort kam uns ein anderer Camper zur Hilfe. Da es ja eigentlich Heiligabend ist, hatten wir als Festtagsessen Fleisch vom BBQ und hatten dieses ein bisschen zusammengequetscht im Campervan - aber Weihnachten ist ja auch das Fest der Wärme, warum beim Essen nicht ein bisschen kuscheln? :D In Kaikoura machten wir das beliebte 'Whale Watching' mit, bei dem man sogenannte 'Sperm Whales' sehen kann, man aber auch ganz schön geduldig sein muss und nicht seekrank sein darf :D Von Christchurch aus fuhren wir dann weiter an den Lake Tekapo, der wirklich sehenswert ist :) Es ist ein türkisfarbener See mit den Bergen im Hintergrund, wirklich schön, kann ich nur empfehlen :) Ein weiteres Tagesziel war dann der Mount Cook, an dem wir zu einem Gletscher oder besser gesagt einem ehemaligen Gletscher liefen, der sich leider aufgrund der Erderwärmung in einen Gletschersee umgewandelt hat. Dennoch war es erstaunlich den zurückgehenden Gletscher in Wirklichkeit und nicht nur auf Bildern zu sehen.

Am selben Tag sind wir dann noch nach Queenstown gefahren, denn es war Silvester. Queenstown war voll mit jungen Leuten und um 12 Uhr konnten wir ein großes und langes Feuerwerk an der Wasserfront anschauen. Leider konnten wir in keine Bar gehen um etwas zu trinken, denn ich bin selbst mit meinen Eltern nicht reingekommen, da ich noch keine 18 bin :( Dann haben wir Silvester, genauso wie Weihnachten im Camper verbracht :D 24 Stunden später stand dann Adrenalinkick pur für mich an ? Bungy Jumping :) Um ehrlich zu sein war ich den Abend zuvor schon richtig aufgeregt und als ich dann erst die Kawarau Brücke gesehen habe, dachte ich mir nur: 'Warum mach ich das eigentlich nur?' :D Nachdem ich dann ca. 20 Sprünge gesehen habe und keiner abgestürzt und gestorben ist, war ich an der Reihe und wurde an die Seile gespannt :D Ich war eigentlich noch gar nicht so nervös, das änderte sich allerdings dann als ich wirklich an der Kante des Absprungbrettes stand :D Da gab es dann aber auch kein Zurück mehr und nach einem 3,2,1 Bungy war ich dann auch schon weg vom Fenster und nach 10 Sekunden befand ich mich schon wieder am Fluss angekommen und sicher im Boot :D Eigentlich ging alles viel zu schnell vorüber, denn es hat richtig viel Spaß gemacht, sich ins Nichts zu stürzen aber doch zu wissen sicher zu sein und von einem Seil aufgefangen zu werden :) Der letzte Halt auf unsrer Rundreise war dann der Nelson Lakes National Park mit dem Lake Rotoroa, bevor wir unsere letzten zwei Tage in der Cable Bay verbrachten und wieder in Nelson angekommen sind :) Für meine Familie war der Sommerurlaub in den eigentlichen Wintermonaten schon wieder vorbei und während sie auf dem Rückweg nach Hause waren, blieb ich mit meiner Gastfamilie noch weitere zwei Tage auf dem Campingplatz in Cable Bay.

Summer holidays

In diesen Sommerferien ist keine Zeit für eine Pause, sodass ich mit einer Freundin am nächsten Tag trampen ging :D Wir sind entlang eines Flussufers gelaufen, sodass wir fünf Stunden über Steine kletterten aber auch tolle Steinüberhänge sehen konnten. Auf dem Rückweg sind wir dann zwischen den Felsen im kalten, allerdings sehr klaren Wasser baden gegangen und um einen echt guten Tag abzuschließen hatten wir Fish und Chips bei ihrer Familie :) Ich bin echt froh eine Freundin wie Anna ( das ist ihr Name) zu haben, denn sie ist super lieb und ich verbringe richtig viel Zeit mit ihr, da sie auch nur einen Katzensprung von mir entfernt wohnt :)

Jetzt ist es Januar, der Sommer ist auf jeden Fall hier und nachdem ich in den letzten Monaten so einiges erlebt hatte, verbrachte ich die letzten Tage entweder mit einem Tenniscamp, Freunden oder hatte auch mal einen faulen Tag zu Hause, was allerdings nicht langweilig wird, da ich zwei Gastschwestern, Rosie (drei Jahre ) und Lilly (sieben Jahre) habe, die mich immer auf Trapp halten und mit denen ich auch ganz gut Spaß haben kann :D Am 3. Februar geht die Schule nach 2,5 Monaten Ferien wieder weiter und ich bin schon gespannt mit welchen Mädels ich in denselben Fächern bin und was ich noch alles in Outdoor Education erleben darf.

Ich halte euch auf dem Laufenden :)

Bis bald Jana :)

14.11.2014 Alltag im sonnigen Nelson

Halli Hallo hier bin ich wieder :)

Wie im Flug sind auf einmal 4 Monate vergangen und ich weiß nicht so ganz wo die Zeit geblieben ist, das ist der Wahnsinn.... Zu aller erst entschuldige ich mich für jegliche komischen Satzstrukturen, Komma- oder Grammatikfehler...dadurch, dass ich nahezu immer auf Englisch rede, fällt es mir wirklich schwer normale, gescheite deutsche Sätze zu reden oder zu schreiben :D . Keine Angst, ich bin noch immer in der Lage mit euch auf deutsch zu kommunizieren, es könnte nur sein, dass sich ein englisches Wort einschleicht oder dass ich auf Englisch antworte, aber sonst ist alles gut :D :)

Mittlerweile habe ich auch die Tochter meiner Gastmutter kennengelernt. Sie heißt Stephanie, ist 21 Jahre alt und wird dieses Jahr die Uni in Wellington beenden. In ihren letzten Semesterferien kam sie für zwei Wochen nach Nelson um uns zu besuchen. Rikako und ich verbrachten nicht wirklich viel Zeit mit ihr, da wir zur Schule und sie zur Arbeit ging. Dennoch war es schön, dass sie für ein paar Tage nach Nelson kam, denn sie brachte ihre manchmal sehr gelassenen Mutter auf Trap, es war nicht mehr allzu leise im Haus und wir hatten einen vierten Spieler für unsere Skip-Bo Runde :D Das College Leben ist noch immer nicht sehr anstrengend, aber ich glaube das liegt einfach daran, dass Term 3 und 4 sehr auf Examen konzentriert ist. Trotzdem fühle ich mich auf dem Nelson Girls College wohl und gehe gern zur Schule :) Obwohl es seine Zeit brauchte habe ich meine Freunde gefunden und bin sehr froh darüber. Wenn ich meine erste Zeit auf dem College mit jetzt vergleiche ist es schon ein großer Unterschied, denn man sitzt im Unterricht nicht stumm und alleine, sondern ist in Gespräche verwickelt und wird möglicherweise auch mal ermahnt die Kiwis nicht vom Lernen abzulenken...upsi :D......man läuft durch die Gänge zu den nächsten Klassen und wird von Kiwis gegrüßt, man kann die Namen zu den richtigen Mädels zuordnen (das hat bei mir sooo lange gedauert ) und man fühlt sich einfach wohler und nicht mehr, als ob man ganz neu angekommen ist :)

Baumhaus

Um meine Tennis Karriere nicht im Stich zu lassen und meinen Tennisschläger, der eine lange Reise hinter sich hat zu benutzen, habe ich mich im 'Nelson Lawn Tennis Club' angemeldet und habe dreimal die Woche Tennis Training. Am Anfang war es dort ein bisschen komisch, denn man war eben auch die 'Neue aus Deutschland' , ich kannte niemand aber alle anderen kannten sich. Aber auch das hat sich geändert und mir gefällt es dort wirklich, denn anders als in Deutschland sind wir eine sehr gemixte Truppe aus Mädels und Jungs zwischen 11 und 17 Jahren. Mit meinem Doppel-Partner Lara habe ich dann letztes Wochenende aufgrund der 'Interclub Competitions' gegen einen anderen Tennis Club in Nelson gespielt. Es ist schon irgendwie cool, dass ich mein Hobby auch am anderen Ende der Welt ausüben kann. Auch meine Klarinette hat einen langen Weg hinter sich, kann aber leider nicht so ganz eingesetzt werden wie ich es mir wünschen würde, denn die Neuseeländer haben noch nicht so ganz den Style der deutschen Blaskapelle entdeckt :D Ich bin noch etwas auf der Suche nach einer passenden Musikgruppe, denn mit Mozart und Hayden Style kann sich meine Klarinette und ich nicht so ganz anfreunden und die 'Concert Band' vom Girls College ist leider nicht so ganz zuverlässig und findet nicht regelmäßig statt. Aber ansonsten ist alles supi und mein Leben hier hat sich eingeschaukelt :D :)

Kajak fahren in Cable BayMit Nelson Experience waren wir dann auch noch ein bisschen unterwegs. Mitte August waren wir in 'Cable Bay' Kajak fahren - Welcome to the good side of life :) Das hat wirklich richtig viel Spaß gemacht, denn wir fuhren entlang der felsigen Küste und wir sind in die Höhlen rein und/oder durchgefahren. Obwohl es noch immer Winter war, war es dank Thermals und Fleece Pullies nicht zu kalt und wir konnten es uns nicht nehmen lassen, den Wasserfall einfach so anzuschauen und nicht durchzufahren.....all die Mühe nicht aus dem Boot zu fallen und nicht nass zu werden umsonst, aber no risk no fun ! :D Die darauffolgende Woche schnitzten wir dann unseren eigenen Löffel aus Holz am Strand und damit wir in Zukunft sicher campen gehen können, lernten wir wie man ein Feuer mit max. 3 Streichhölzern entzünden kann. Außerdem bekam jede Gruppe eine Plane mithilfe deren wir eine kleine Unterkunft für die Nacht bauen mussten...just in case.... Meine Gruppe bestehende aus einem Mädchen aus Norwegen und Amerika baute erfolgreich ein kleines 'Baumhaus'.... Dann war es endlich soweit: Anfang September stand Rafting auf dem Programm ! Die Sonne lies uns heute leider ganz schön im Stich, was uns aber nicht weiter störte, außer dass es eben von Anfang an etwas nasser und kälter war. Mir war am Anfang schon kalt, sodass ich ungelogen mindestens drei Thermal Tops, ein Thermal Bottom und einen Neoprenanzug trug....aber es hat geholfen, mir war nicht mehr kalt und wir hatten richtig viel Spaß ! :) Das Verhältnis in unsrer Nelson Experience Gruppe hat sich auch ganz schön verändert. Ich würde uns nicht mehr nur als die Nelson Experience Gruppe beschreiben, sondern als unsere kleine 'Internationals Familie'. Dadurch, dass wir doch alle „im gleichen Boot sitzen“, ist es viel einfacher Freundschaften zu schließen und mit unseren Erlebnissen, die wir glücklicherweise alle teilen dürfen, haben wir jede Menge Spaß. Wenn keiner zurück gelassen, jeder respektiert und aufgenommen wird und alle für einander sorgen, steht unseren 'Adventuren' rein gar nichts mehr im Wege. Dazu noch einen sehr gechillten, lustigen und humorvollen Lehrer, ist wie das Sahnehäubchen auf dem gedeckten Apfelkuchen :D.

RaftingIn den Ferien zwischen Term 3 und 4 habe ich eine Woche in Wakefield in einer anderen Familie verbracht, um noch eine andere Familie anderes kennenzulernen. Diese Familie hatte eine kleine Farm und vier Kinder, sodass dort immer etwas los war - wir fütterten ein paar Tiere, ich lernte wie man den „Rasenmäher -Bulldog“ fährt, wir besuchten die Großeltern, die wirklich auf der richtigen Countryside von Neuseeland leben und hatten viel Spaß miteinander. Als wir bei den Großeltern waren, nahm mich der Großvater mit auf eine Erkundungstour in der Gegend um sein Haus. Er trug sein Gewehr mit sich, im Falle ein Hase laufe ihm über den Weg, erzählte mir verschiedenen Dinge über Land und Leute....alles aus erster Hand eines erfahrenen Kiwis :)

WakefieldAls ich dann zurück in Nelson war, kam Rikakos Mama aus Japan zu Besuch. Zusammen mit ihr und Lisa verbrachten wir einen Nacht in einer Bach von Lisas Freunden in Duncan Bay. Dieses Mal war die Bach nicht so luxuriös wie die letzte auf Jackett Island, aber trotzdem gleichen sie alle einem Haus mit Küche, Bad und allem drum und dran......außer Trinkwasser aber das ist das kleinere Problem. Die Aussicht war mal wieder atemberaubend so wie die meisten Buchten in den Marlborough Sounds.

Mitte Oktober feierten Lisa und Stephanie groß zusammen ihren Geburtstag, denn Lisa wurde Anfang des Jahres 50 und Stephanie im Oktober 21. So hatte ich die Chance Lisas Familie und Freunde kennenzulernen, denn sie wohnen nicht gleich um die Ecke, sondern in Christchurch. Die Party hatte das Motto 'Great Gatsby', fast alle kamen in Kostümen und alle hatten eine gute Zeit mit Gesprächen, Musik und vielen, vielen Snacks. Lisas Familie blieb noch bis Sonntag hier, sodass wir ein sehr nettes Frühstück von Lisas Brüdern bekamen und anschließend den Tag zusammen in Mapua verbrachten :) …....What's the most important thing in the world ? People, People; People........ Unser Lehrer aus Nelson Experience hat uns dann allen die Chance gegeben mit einer seiner Outdoor Education Klasse auf einen Helikopter Ausflug mit anschließendem Mountainbiken zu gehen. Ich habe als einzige diese Chance genutzt und bin froh darüber, da es wieder sooooooo viel Spaß gemacht hat, auch wenn es manchmal ein bisschen scary war :D Der Helikopter Flug war nicht wirklich lange, vielleicht vier Minuten, aber doch war es etwas besonderes. Der Helikopter flog uns und unsere Mountainbikes, die in einem Käfig unter uns hingen auf die Spitze des Coppermine Saddle von wo wir ca. drei Stunden downhill bikten. Um ehrlich zu sein bin ich normalerweise nicht der Mountainbike Typ aber das war richtig cool, denn es hat super Spaß gemacht, aber manchmal dachte ich auch ich würde nicht überleben :D. Bevor wir starteten wurden unsere Räder noch einmal überprüft und wir bikten auf einem Weg, der hauptsächlich sehr steil, kurvig und rutschig war downhill. Auf dem ganzen Weg lagen überall Steine, manchmal kreuzte ein Fluss und ich stand eigentlich die ganze Zeit auf meinem Bike um mehr Balance zu bekommen. Ein Teil der Mädels fiel auch tatsächlich von ihren Rädern, da ein Stein zu viel auf dem Weg lag oder die Kurve einfach zu scharf war :D Alles in allem war es ein sehr cooler Trip, vom Helikopter Flug angefangen bis hin zum downhill biken :)

Der Term 4 ist für uns Internationals nach zweieinhalb Wochen schon vorbei, denn für die Neuseeländer startet jetzt das große Wiederholen und Lernen für die Examen, die in den nächsten Wochen bis ca. Mitte Dezember vor ihnen liegen. Damit uns Internationals nicht allzu langweilig wird, finden jetzt zwei Wochen voll mit Spaß und Action statt, jihaaaaa :D Ich bin gerade von unserem ersten, awesome Trip zurück gekommen. Wir waren für drei Tage im Abel Tasman trampen, das war soooo cool and just stunning ! Die Landschaft war überall einfach nur bombastisch, dreht man sich um 360° - es ändert sich nichts...ich hatte wirklich das Gefühl in einem der Reise Magazine zu sein, nur ohne Photoshop. Der einzige Nachteil am ganzen Abel Tasman Nationalpark ist, dass man das Wasser filtern oder kochen muss bevor man es trinken kann, da das Wasser mit Bakterien verschmutzt ist und einem den Magen richtig verdrehen kann. Aber das ändert natürlich noch lange nichts an der Landschaft, die man mit keinem Wort beschreiben kann.

Die Gruppe mit der wir die zwei Wochen verbringen besteht aus unsrer normalen Nelson Experience Gruppe und sieben anderen Mädchen aus Japan. Zusammen mit zwei Lehrern nahmen wir das Water Taxi von Kaiteri zu 'Bark Bay'. Aus dem Water Taxi ausgestiegen mussten wir für heute nur zehn Minuten laufen um an unseren Hut anzukommen. Für den Rest des Tages lagen wir am Strand, machten ca. 1000 Bilder und konnten nicht aufhören 'that's amazing' or 'that's stunning' zu sagen. Am Abend kochten wir dann in unseren 'Food Groups' mit kleinen Gasbrennern und kleinen Töpfen unser Abendessen.....meine Food Group kochte an diesem Abend Nudeln mit Tomatensoße, das 45 Minuten dauerte, da wir sechs mal Nudeln kochen mussten, but never mind :) Am Abend spazierten wir am Strand entlang und entdeckten Seafood....manche Mädels konnten sich überwinden Austern zu essen, was mich nicht so ganz anlächelte. Allerdings fingen wir einen lebendigen Whitebait (kleiner, durchsichtiger Fisch) und einer musste sich finden, der ihn probiert und das war diese Mal ich, was ich aber gar nicht so schlimm fand, denn man muss auch mal über den Tellerrand hinausschauen :D Ich nahm also diesen zappeligen kleinen Fisch und nach einem Countdown wanderte dieser in meinen Mund wo er noch fröhlich vor sich hin zappelte ..lecker …. oder auch nicht :D Naja nachdem man ihn dann ein paar mal gekaut hatte zappelte er auch nicht mehr und unten war er :D . Diese Whitebait isst man am ganzen Laib mit Kopf und allem drum und dran, allerdings sind sie auch ein ganzes Stück kleiner als ein normaler Fisch. Am Nächsten morgen hatten wir dann eine vierstündige Wanderung vor uns, bis wir unser nächstes Appartement erreichten. Mit den 10 Kilos auf dem Rücken, die größtenteils Essen und Kleidung umfassten, wanderten wir entlang der Küste und manchmal auch durch ein bisschen Regenwald. Die vier Stunden kamen mir viel kürzer vor, da die Aussichten einfach cool waren und man nicht alleine sondern in einer großen Gruppe lief.

Nach einer Pause an einem weiteren Strand, der wie aus einem Bilderbuch schien, kamen wir am Anchorage Hut an und verbrachten den Tag wieder am Strand, badeten, schnitzten Löffel oder Gabeln und gingen am Abend in 'Caves' um Glühwürmchen und andere Tierchen zu sehen. Am dritten Tag liefen wir dann das letzte Stück mit dreieinhalb Stunden nach Marahau von wo wir mit den Schulvans zurück nach Nelson fuhren. Die Stundenanzahl hört sich vielleicht ein bisschen viel an und man hat auch noch diesen Rucksack auf dem Rücken, aber ich dachte es wird viel anstrengender und wir würden den ganzen Tag nur laufen, aber es war viel relaxter und nicht so anstrengend als gedacht :) Diese drei Tage werde ich mit 100%iger Sicherheit nicht mehr vergessen!

Heute ging es dann an einer zehn Meter hohen Brücke abseilen. Wir trugen Thermals und manche Mädels von uns zwei Neoprenanzüge, da es zwar warm war aber der Fluss doch noch relativ kalt ist. Wir bekamen jeder unsere Kletterausrüstung und nachdem wir gesichert waren mussten wir zunächst über das Geländer der Brücke klettern, was schon ein bisschen komisch war, denn man macht sowas nicht alle Tage. Und dann hieß es abseilen und kurz vor der Wasseroberfläche loslassen und ins Wasser fallen ! :) Das Wasser war wirklich richtig kalt, aber der Spaßfaktor war einfach zu groß, sodass für mich ein zweites Mal abseilen drin war.

Ich kann wirklich nicht glauben, dass mein vierter Monat im Land, das ein kleines/ großes Stück von zu Hause entfernt liegt, schon vorbei ist :( . Meine Sorgen vom Anfang, dass ich keine Freunde finden werde, es mir nicht gefällt oder ich Heimweh bekomme, wurden vom neuseeländischen Wind verblasen und ich habe mir ein zweites zu Hause am anderen Ende der Welt eingerichtet und mich eingelebt :)

Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich mich vor Weihnachten nochmal bei euch melden werde, deshalb wünsche ich euch schon jetzt fröhliche, hoffentlich richtig kalte und weiße Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr ! Viele Grüße aus Neuseeland, wo es jetzt schon deutlich wärmer wird und der Sommer schon nicht mehr nur vor, sondern in der Tür steht :D

Cheers Jana

12.09.2014 Abschied und Ankunft im sonnigen Nelson

Hallo, hier bin ich wieder und melde mich bei euch vom anderen Ende der Welt.
Ich bin jetzt schon ca. zwei Monate hier und habe einiges erlebt, was Schule, andere Kultur und „Adventure“ anbelangt. Aber beginnen wir einmal ganz von vorne...

Ich habe meine Familie und Freunde am Wochenende bevor ich meine Heimat für ein Jahr verlassen habe mit zwei kleinen Feiern verabschiedet. Die Abschiedsfeier meiner Freunde organisierte ich selbst, während die meiner Verwandten eine Überraschung von meinen Eltern war, die wirklich gelungen ist. Mein Papa und meine Cousine malten am Sonntag ein riesiges Plakat, das sie auf das Garagentor hängten während Mama damit beschäftigt war mich von irgendwelchen Gedanken über eine zweite Abschiedsfeier abzubringen (ist ihr gelungen ! :-) ).
Abschiedsfeier von Eltern
Am Abend erwarteten mich dann fast alle meine Verwandten in unsere Garage, wo wir gemütlich beisammen saßen und unsere Fußball Elf unterstützten.
Und dann ging es auch schon los nach Frankfurt, wo sich 24 mutige Jugendliche zusammen mit Eltern, Verwandten und Freunden trafen. Was sie bereits wussten, war, dass sie sich auf eine lange Reise nach Neuseeland begeben werden, um dort für eine bestimmte Zeit auf ein College zu gehen, Erfahrungen zu sammeln, Freunde kennen zu lernen, und und und.... was sie allerdings nicht wussten, war, wie das Leben der Neuseeländer so wirklich ist. So stiegen wir zusammen mit Antonia von Study Nelson erwartungsvoll, mit Vorfreude aber vielleicht auch mit ein bisschen Angst oder eher „Bammel“ in das erste von drei Flugzeugen von Singapore Airlines ein.
Nachdem wir nach den ersten zwölf Stunden ein bisschen durchgeschüttelt (aufgrund leichterer Turbulenzen) in Singapur ankamen und weitere zwölf Stunden flogen, waren wir endlich im Land der weißen Wolke, der unberührten Natur, und im Land des Hobbit angekommen. Kia Ora !
Das war aber noch nicht unser letztes Ziel, so flog ein Teil unserer Gruppe nach Wellington und der andere Teil, darunter ich, nach Nelson.
Ein bisschen müde und zerzaust erwarteten uns unsre Gastfamilien zusammen mit einigen von Study Nelson und Mrs. Hull vom Nelson College for Girls am Flughafen, bevor wir mit unserem neuen Zuhause Bekanntschaft machten.

Study Nelson Einführungskurs

Nach einem erholsamen aber erfrischenden Schlaf (es ist wirklich sehr sehr kalt in den Häusern, so ca. 13 Grad) trafen wir uns dann am nächsten Morgen vor dem Study Nelson Büro für den zweitägigen Einführungskurs.
Am Donnerstag und Freitag Morgen besprachen wir Regeln in der Gastfamilie, die Uniform, das Welcome-Paket mit SIM-Karte, Stadtplan.
Am Donnerstag Nachmittag sind wir dann noch an den Strand „Tahunanui“gefahren, um im Café weitere Dinge zu besprechen und anschließend am Strand Volleyball zu spielen. Die Zeit am Strand war echt cool, wobei wir Jacken oder Pullis und lange Hosen trugen, während die waschechten Kiwis (auch die Kinder!) teilweise kurze Hose und T-Shirt anhatten. Ich glaube, egal wie gut wir am Ende unseres Aufenthaltes Englisch sprechen können und egal ob wir den neuseeländischen Akzent drauf haben oder nicht, man wird anhand des Kleidung Styles immer erkennen, dass wir doch ein kleines Stück Touri sind.
Nachdem wir uns nach einem Quiz am Freitag besser in Nelson auskannten, gingen wir zum Abschluss nach Richmond bowlen bevor uns unser erstes Wochenende in Nelson erwartete.

Fish'n Chips mit LisaMeine Gastmutter Lisa zeigte mir zuerst den Markt in Nelson, der hier jeden Samstag stattfindet. Dort gibt es alles Mögliche zu kaufen, von Fisch über Seife zu Brot und Kirschkernsäcken. Dort trafen wir eine Freundin von Lisa, deren Freundin wiederum mitbekommen hat, dass ich aus Deutschland komme und mir daraufhin ein Schwarzbrot mit den Worten „You'll miss it, won't you?“ schenkte.
Anschließend fuhren wir an den „Harbour“ weil dort eine Zeremonie, das „Blessing of the Fleets“ stattfand. Beim „Blessing of the Fleets“ werden, wie der Name schon sagt, alle Boote für ein weiteres Jahr gesegnet. Dies lief innerhalb eines Gottesdienstes mit Blechblaskapelle und Männerchor ab. Nachdem Lisa und ich dann ganz traditionell unsere „Fish and chips“ aufgegessen hatten, fuhren wir an den Nelson Airport um meine japanische Gastschwester Rikako abzuholen.

Zusammen mit ihr und Lisas Hund „Harry“ genossen wir am Nachmittag die Sonne Neuseelands während eines Strandspazierganges. Und das war es dann auch schon für den Samstag gewesen :-)
Am Sonntag traf ich mich mit ein paar Mädels aus der Gruppe, mit der wir nach Nelson geflogen sind, in „town“. Da die Geschäfte in Nelson auch sonntags bis vier Uhr offen haben, besorgten wir noch einige notwendige Dinge, bevor wir den Sonntag bei einer Tasse „tea“ im Starbucks ausklingen ließen.

Am Montag fing dann der Term 3 für alle Schülerinnen und Schüler in Neuseeland an. Wir verbrachten den Tag mit den anderen internationalen Schülern und einer Frau aus dem international House, die uns mit Informationen nur so bombardierte :D . Wir bekamen unseren „timetable“, der sich bei mir allerdings noch änderte, da ich einige Fächer umgewählt habe und kauften unsere Uniform.
Mrs. Hull zeigte uns dann noch einige Gebäude des Nelson College for Girls, wobei ich in der ersten Woche einen „Buddy“ bekam, der mich zu meinem Unterricht gebracht hat, da in Neuseeland die Schüler zum Unterricht und den entsprechenden Räumen kommen, nicht die Lehrer; und ich mich in der Schule überhaupt nicht auskannte.
Meine Gastmutter fährt uns morgens immer zur Schule aber nach Hause müssen wir mit dem Bus fahren, was hier wiederum anders ist, denn der Bus hält direkt vor dem eigenen Haus. Man muss nur einen Knopf drücken und schon hält er mitten auf der Straße an...Homeshuttle vom feinsten :)

Jede Woche finden in der Schule „Assembly“ statt. Dort versammeln sich alle Schülerinnen in der „Hall“ und dann werden wichtige Bekanntmachungen ausgesprochen oder beim „Singing Assembly“ wird erst eine Runde getanzt und dann singen alle Schülerinnen ein Lied, das war richtig cool!  Ein Assembly dauert immer zwischen 10 und 20 Minuten, allerdings herrschen auch dort strenge Regeln, denn man muss die Jacken und Schals ausziehen und sobald die Schulleitung den Befehl zum Setzen oder Stehen gibt, muss man sofort aufstehen. Wenn ich ehrlich bin, erinnerte mich das schon ein bisschen an Harry Potter und Hogwarts, denn es gibt hier auch das House System.

Die erste Woche war ein bisschen komisch, denn jeden Tag gab es irgendetwas Neues und man kannte noch niemanden, so dass man im Unterricht zunächst alleine saß. Außerdem sprechen einen nur sehr wenige Mädels an, denn sie sind es gewöhnt Internationals an der Schule zu haben, so dass ich das Gespräch suchen musste. Die Pausen verbrachten wir Internationals in den ersten Tagen zusammen, allerdings teilte sich unsere Gruppe größtenteils relativ schnell, sodass jeder mit ein paar Kiwi-Mädchen zusammen sitzt. Dennoch ist es ein bisschen schwierig sich am Gespräch zu beteiligen, denn die Mädels reden so schnell und oft über Sachen bei denen man nicht mitreden kann; trotzdem wird es besser :)
In der zweiten Schulwoche war am Nelson College for Girls „Arts Week“. Das heißt es wurden von Mittwoch bis Freitag während dem Lunch verschiedene Aktivitäten angeboten. Am ersten Tag wurden drei Jungs aus dem Nelson College mit Farbe bemalt, am zweiten Tag konnte man Lieder gesungen von Schülerinnen anhören und am letzten Tag gab es „Face Painting“ oder auf deutsch „Kinderschminken“ :D .
In der 3. Schulwoche war dann Sports Week. Man konnte bei einem Fußball-Spiel zuschauen oder am Freitag während dem Lunch Zumba tanzen.

AussichtIn dieser Woche hatten wir auch zum ersten Mal Nelson Experience. Das ist ein Programm nur für internationale Schüler, um die Gegend von Nelson zu entdecken, Spaß zu haben und einiges zu erleben. Es findet jeden Dienstagnachmittag statt und in dieser Woche sind wir mit dem kleinen Bus des Colleges durch die Gegend gefahren und haben verschiedene Aussichten genossen. Demnächst wartet noch Abseilen, Kajak und Mountainbike fahren und vieles mehr auf uns :)

Eins kann man dem College nicht nehmen: Sie organisieren und bieten wirklich sehr viele verschiedene Events an, so war heute auch noch eine Demo mit dem Thema „drink and drive“.
Dabei wurde ein Unfall, verursacht durch Alkohol, mit einem zerstörten Auto und einer verbluteten Puppe auf dem Pausenhof dargestellt.
Der Krankenwagen und die Feuerwehr sind auch angerückt und alles wurde so realistisch dargestellt, dass man wirklich ein bisschen Angst und Respekt bekam.
So verging dann auch die zweite und dritte Woche Schule und so langsam versteht man den größten Teil des Unterrichts und der Alltag beginnt „normal“ zu werden.

BachAn den folgenden beiden Wochenenden hat meine Gastmutter nichts mit uns unternommen, allerdings war ich von Samstag bis Sonntagmorgen zusammen mit der Gastfamilie einer japanischen Freundin auf der Jackett Island. Das war richtig richtig cool und dort erlebte ich das erste Mal das, was ich mir unter Neuseeland wirklich vorstelle.
Wir fuhren zuerst mit dem Auto nach Motueka, von wo wir dann mit einem kleinen Boot Hunde, Verpflegung, Koffer und Menschen auf die Insel brachten. Wir mussten ein wenig am Strand entlang laufen bis wir an unserer „Bach“ ankamen. Ich stellte mir unter einer „Bach“ ein kleines Häuschen vor, aber das was mich dort erwartete, war für mich mehr als nur ein „Bach“...seht selbst :)

SonnenuntergangDiese „Bach“ befand sich direkt am Strand mit Ausblick auf das Meer und wurde nur mit einem Ofen beheizt, der sich im Wohnbereich befand, so dass wir unsere Zimmertüren immer geschlossen halten mussten, um die Wärme der Sonne für die Nacht zu bewahren. Tagsüber war es wirklich sehr sehr warm, man konnte mit T-Shirt auf der Terrasse sitzen, wir bemalten Steine und genossen einfach den Ausblick und die Sonne, dennoch schürten wir den Ofen an, da wir dessen Wärme nicht nur am Abend im Wohnzimmer brauchten, sondern auch für das warme Wasser zum Waschen.
Da das Holz für den Ofen aber so langsam knapp wurde, mussten wir „Pinecones“ (Tannenzapfen) sammeln gehen. Am Abend gab es dann „Chicken“ vom Grill mit „Potatoe Wedges“ und „Salad“ und zum Dessert „Pancakes“ mit Nutella (das gibt es einfach überall :) ), zubereitet von einer weiteren Austauschschülerin aus Frankreich :)
Den Abend verbrachten wir alle zusammen vor dem Ofen, während ein paar Leute Gitarre und Banjo spielten, manche mitsangen, andere nur still die wirklich schöne Atmosphäre genossen, den Sternenhimmel betrachteten oder ein Buch lasen.
Am Sonntag gab es dann „Sausages“, „Potatoe Wedges“, Baguette und Pancakes mit kleinen Bananen zum Frühstück.....richtig lecker !! :)
Danach mussten wir unser Quartier leider schon wieder putzen, aufräumen und verlassen, aber was bleibt, ist die Erinnerung an ein wirklich „100%  pure New Zealand“ Wochenende :)

BallAm 20. August fand dann der „Nelson College for Girls Formal Dance“ statt.
Die erste Herausforderung für die Mädels ist es schon einmal bis zum „ Pre-Ball“ fertig gestylt zu sein, denn die Schule endet um 15.15 Uhr und die meisten „Pre-Balls“ starten um 6pm. Das heißt sie haben weniger als 3 Stunden Zeit zum Duschen, zum Friseur zu gehen, das Make up zu richten, die Nägel zu lackieren und schlussendlich noch das Kleid anzuziehen....puuuuuuhhhhh...
Hier ist es so, dass sich die Mädels meistens bei einem „Pre-Ball“ zusammen mit den Eltern und Verwandten treffen, bevor sie dann ohne Eltern auf den „Formal Dance“ gehen.
Die Atmosphäre beim „Pre-Ball“ ist der Wahnsinn! Die Mädels sind aus dem Häuschen, es werden ca. 10.000 Fotos geschossen, die Verwandten reden wild durcheinander, die Ball-Partner, also die Jungs sitzen auf dem Sofa und überall stehen kleine Snacks, wie Chips, Trauben, Erdbeeren, Tortillas, Käse, Kekse etc. rum.
Wenn es dann Zeit zum Aufbrechen ist, steigt die Aufregung und Freude bei den Mädels noch mehr und sie werden von den Eltern auf den Ball gefahren, bevor diese aber ihren Abend auf der Couch verbringen dürfen :P.
Da der Ball von der Schule organisiert wurde, gab es sehr sehr strenge Richtlinien. So mussten wir am Eingang einen Alkohol Test machen, damit wir auch nicht heimlich „vorglühen“ waren und unsere Taschen wurden durchsucht.
Auf dem Ball gab es dann kleine Snacks und nur anti-alkoholische Getränke, wie z.B. gespritzter Apfelsaft, der einem Glas Sekt glich, Traubensaft der ein Wein „sein könnte“ oder Orangen Saft, Cola etc.
BallIch war sehr überrascht, als wir von der Empfangshalle in den wirklichen Raum kamen, wo der Formal Dance statt fand, denn dort war es dunkel, es spielte ein DJ und es hatten sich schon einige Jugendliche versammelt um „für sich“ zu tanzen.
Der Formal Dance in Neuseeland ist also nicht mit unserem typischen Abschlussball zu vergleichen, an dem alle Verwandten und Freunde eingeladen werden, und man mit einem Jungen zusammen Walzer, Disco-Fox etc. tanzt.
Dennoch hat es Spaß gemacht zusammen mit meinen deutschen Freunden, aber auch Kiwi oder asiatischen Mädels zu tanzen, den Abend zu verbringen, einen anderen Formal Dance zu erleben und viele Fotos zu schießen :)
Zwei deutsche Mädels und ich ließen den Rest unseres Abends und unserer Nacht bei einer Freundin mit einem Sleepover ausklingen.

Am 19.08. trafen wir uns dann von Study Nelson in „town“ um ein paar Schüler, die nach diesem Term zurück in ihre Heimat fliegen zu verabschieden und um uns über Schule, Freizeit etc. auszutauschen.
Lake RotoitiAm Tag darauf fand dann der International Ski Day des Nelson College for Girls statt. Wir fuhren mit dem Mini-Van des College zuerst an den Rotoiti Lake um den Ausblick zu betrachten und anschließend in die Rainbow Ski Area.
Da wir alle eine Stunde Unterricht im Ski oder Snowboard fahren bekamen (ob wir wollten oder nicht), entschied ich mich Snowboard auszuprobieren. Nach einer Stunde Unterricht am Übungshang, der wirklich ganz lustig war, konnte ich nicht wirklich Snowboard fahren, aber ich schaffte ein zwei Kurven und warum auch immer bin ich meistens nach rechts in den Zaun gefahren :D
Auf jeden Fall hat mein Po nach einer Stunde so ein gaaaanz kleines bisschen weh getan, die Spitze des richtigen Berges hat gerufen, und ich konnte es nicht mehr erwarten mit Skiern den Berg runter zu düsen.
Rainbow Fields mit JohannaDeshalb ging ich zusammen mit Johanna in den Ski Verleih und 10 Minuten später befanden wir uns mit Skiern an den Füßen im Schlepplift auf dem Weg zur Spitze des Berges :D :) .
Wir waren richtig in unserem Element und obwohl es nur zwei Pisten gab und wir Hunger und Durst hatten, standen wir nach fünf Minuten wieder am Eingang des Schleppliftes um noch einmal runter zu fahren :D .
Um 15.30 Uhr war es dann mit unserem Spaß vorbei, denn wir mussten unsere Ausrüstung zurückgeben und fuhren mit ein bisschen müden Knochen und Muskeln wieder nach Hause.

Wir befinden uns in der Schule am Ende der fünften Woche und es dauert noch ca. zwei Wochen bis die „Probe Examen“ beginnen. Ich habe Glück und muss keine Examen schreiben, so dass wir im November, während die Neuseeländer die richtigen Prüfungen schreiben, zwei Wochen mit Nelson Experience unterwegs sind.
Insgesamt ist das College Leben für mich entspannter als in Deutschland, denn der Unterricht ist mehr auf Selbst Management basiert, so dass man sich seine Zeit selbst einteilen muss, bis man Ergebnisse einreicht und da man keine Arbeiten wie im deutschen Sinne schreibt, gibt es hier keinen Leistungsdruck oder ähnliches. Die Schüler und Lehrer werden nur so langsam ein bisschen nervös wegen den kommenden Examen.

So meine Lieben, das war es aber auch schon für meine erste Zeit in Neuseeland und ich melde mich bei euch, sobald es interessante Neuigkeiten für euch gibt !
See you :)

26.06.2014: It's going to be legen...wait for it.....dary !

Hallo,Jana
ich heiße Jana, bin 16 Jahre alt und werde für ein Jahr das Nelson College for Girls besuchen.
Nun sind es nur noch wenige Wochen, bis ich mich zusammen mit den anderen Teilnehmern und einer Mitarbeiterin von Study Nelson auf den Weg nach Neuseeland mache.
Ich habe am Vorbereitungsseminar in Stuttgart teilgenommen und bin darüber sehr froh. Denn es war sehr informativ und ich habe schon ein paar der anderen Teilnehmer kennen gelernt, sodass am Flughafen nicht alle anderen neu sind.

Ich bin natürlich schon sehr gespannt was mich in Neuseeland alles erwartet; ob es die Schule, die Landschaft, meine Erlebnisse oder Erfahrungen sind. Ich glaube es gibt im „Land der weißen Wolke“ einiges zu entdecken.
Manchmal mache ich mir Gedanken, ob das ganze Jahr so abläuft und klappt wie ich mir es vorstellen und wünschen würde, aber meistens überwiegt die Vorfreude auf den Abflug und auf die Zeit in Neuseeland.

Ich bin komischerweise nur ein ganz, ganz kleines bisschen aufgeregt und gehe das alles bisher relativ locker an, aber das kann sich bei mir auch ganz schnell ändern ....ich denke spätestens am Flughafen :-)

Die Vorbereitungen sind alle am Laufen, sodass ich mein Visum, das Flugticket und weitere Unterlagen unterschrieben und bekommen habe und an dem Online-Kurs, der von Study Nelson angeboten wird, teilnehme.
Mit dem Packen habe ich noch gar nicht angefangen, ich habe ja noch knappe drei Wochen Zeit :D , allerdings macht man sich schon so langsam Gedanken was man alles mitnehmen möchte und was wahrscheinlich daheim bleiben muss, weil der Koffer sonst zu schwer oder zu voll wird. Zur Sicherheit habe ich einen Koffer für 30 Kilo angemeldet, sodass vielleicht die eine oder andere Hose, das Top oder der dritte Pulli in der gleichen Farbe doch noch mit kann :-)

Ich möchte mich bei dem gesamten Study Nelson Team für das immer offene Ohr, ihre Geduld, Mühe und immer schnellen Antworten auf alle meine Fragen, Anliegen und Bedenken herzlich bedanken. Des Weiteren ein großes Dankeschön an Study Nelson für das Teilstipendium, das ich bekommen habe.

Ich halte euch auf dem Laufenden und berichte euch von Neuseeland aus, wie die Reise verlaufen ist und was ich bis dorthin schon alles erlebt habe.

Greetings and always keep cool :-)

Jana

 

Interview mit Aissa, die ihr Abitur 2013 mit uns in Neuseeland gemacht hat
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