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Lorenz - High School Neuseeland Blog

10.08.2017 Das Abenteuer geht zu Ende

Von Anfang an lief in meinem Kopf ein Countdown mit.

Der erste Monat ist schon vorbei
Ich hatte nicht erwartet mich so schnell einzuleben und so viele Freunde zu finden. Das, denke ich, lag unter anderem an der großen Anzahl an Internationals am Nayland College, welche alle super nett waren und auch in derselben Situation wie man selbst. Englisch zu sprechen war für mich von Anfang an kein Problem und mir persönlich machte es auch Spaß meine Kenntnisse zu verbessern.

Die Hälfte ist schon um – Soll ich nicht doch ein Jahr bleiben?
Ich genoss meine Zeit in vollen Zügen und hatte wahnsinnig viel Spaß. Ob es die vielen tollen Leute waren die ich kennenlernte und mit denen ich gerne Zeit verbrachte, Englisch zu reden oder auch die vielen Trips die wir unternahmen. So viel im Endeffekt, dass ich in Erwägung zog ein ganzes Jahr zu bleiben. Ich kam zu dem Schluss, dass ein halbes Jahr für mich doch reichen muss, da ich noch vorhatte meine Führerscheinprüfung in Österreich abzulegen und mir noch Zeit zum Nachlernen für die Schule einplanen wollte, so gerne ich auch länger geblieben wäre.

Nur noch ein Monat
Ausflüge nach Golden Bay, den Malborough Sounds und Charleston, die 2 Camps mit Outdoor Education und natürlich die 2-wöchige Nord- und Südinseltour – ich kam viel im atemberaubenden Neuseeland herum. Es fällt mir echt schwer zu sagen was davon mein Highlight war. Wo immer ich auch hinging, hatte ich das Glück, einerseits von tollen Freunden, aber auch von dem wunderbaren, fröhlichen und lebenslustigen Neuseeland-Flair umgeben zu sein. Das jedoch würde ich alles bald zurücklassen müssen.

Die letzte Woche
Lorenz Als die ersten anderen Internationals heimflogen, wurde mir dann immer klarer und klarer, dass auch ich bald in einem Flieger Richtung Österreich sitzen würde. In den letzten Tagen versuchte ich noch so viel Zeit wie möglich mit meinen Freunden zu verbringen. Meine Gastfamilie lud ich auch noch in ein Restaurant zum Essen ein. Das International Department veranstaltete für alle Internationals, welche Nayland verließen ein „Last Supper“, wo jeder einen kleinen Act aufführte und wir verabschiedet wurden.

 

Die letzte Stunde
Meine Gastfamilie brachte mich zum Flughafen. Dort kamen dann mehr und mehr meiner Freunde um ein letztes „see ya“ zu sagen. Der Abschied war schwer. Sehr schwer. Zuerst verabschiedete ich mich von meiner liebevollen Gastfamilie, bei der ich die letzten 6 Monate gelebt hatte. Danach musste ich mich von meinen vielen wunderbaren Freunden, die ich kennenlernen durfte, verabschieden. Das war für mich der schlimmste Moment meines Auslandssemesters, da ich wusste, dass ich sie nicht mehr jeden Tag sehen würde. Ich wusste nicht einmal ob, und wann ich sie überhaupt wiedersehen würde. „It’s not a goodbye, it’s a see you later“

RückblickLorenz
Mittlerweile bin ich seit über einem Monat zurück und das halbe Jahr fühlt sich an wie ein schöner Traum, aus dem ich aufgewacht bin. Als ich zurückkam, war nämlich alles beim Alten. Mir kam es so vor, als wäre ich der Einzige, der sich verändert hat. Und damit meine ich nicht nur meine langen Haare, die ich während dem halben Jahr kein einziges Mal geschnitten hatte. Nein, die Veränderungen sind eher geistig. Natürlich verbesserten sich zB meine Englischkenntnisse, da ich 6 Monate außer mit meiner Familie in Österreich nie Deutsch sprach. Danach wieder Deutsch zu sprechen, war für mich viel schwieriger, als am Anfang Englisch zu sprechen. Das Auslandssemester gab mir jedoch auch eine gewisse Weltoffenheit, Neugierde an anderen Ländern und Kulturen und weckte die Reiselust in mir. Ein Roadtrip durch das schöne Heimatland und eine Europatour mit Interrail im Jahr darauf sind schon in Planung. Außerdem lnicht die erholsamsten aller Ferien, aber das nehme ich im Gegenzug für das letzte halbe Jahr ernte ich kleinere Dinge zu schätzen und mir wurden die Augen für die Schönheit der Natur geöffnet. Es klingt vielleicht kitschig aber ich fühle mich generell positiver und fröhlicher.
Ich kam am Anfang der Sommerferien zurück und verbrachte meine Zeit seitdem entweder mit Arbeiten oder Lernen für den Führerschein und die Schule. Eventuell besuche ich noch einen Freund aus Italien, den ich in Neuseeland traf, aber sonst fahre ich nicht auf Urlaub. Es werden wahrscheinlich natürlich nur allzu gerne hin. Ich vermisse Neuseeland und alle damit verbundenen Freunde und Erinnerungen, aber ich merkte erst, als ich wieder in Österreich ankam, wie sehr mir meine Familie und Freude hier gefehlt hatten. Jeden Tag, wenn ich nun auf meine Greenstone-Kette, die Flagge mit kleinen Text aller meiner dort gefundenen Freunde, die an meiner Wand hängt, oder andere Mitbringsel blicke, werde ich in die wunderbare Zeit die ich dort hatte zurückversetzt. Ich bin unglaublich dankbar so etwas erlebt haben zu dürfen und werde mich immer gerne zurückerinnern.
“Don’t be sad that it’s over, be happy that it happened.”
Da dies mein letzter Blog ist wollte ich dir, der/die du meinen Blog gerade liest, noch alle Gute wünschen, wohin auch immer dich das Schicksal führt (vielleicht sogar nach Neuseeland?). Es hat mich gefreut, einen Teil meines Weges mit dir teilen zu dürfen.

All the best,
Lorenz

10.07.2017 Der 2. Term

Nach meiner 2-wöchigen Tour durch Neuseeland während den Ferien fing die Schule wieder an.

Der neuseeländische Winter wurde langsam aber sicher spürbar, was uns aber nicht daran hindert trotzdem Zeit am Strand zu verbringen und auch in dem (wenn auch kalten) Meer zu schwimmen. Neuseeländischer „Winter“ ist um einiges angenehmer als in Österreich. Ich persönlich habe bis jetzt kein einziges Mal eine lange Hose angezogen, ganz einfach weil es nie so richtig kalt wird. Die tiefsten Temperaturen liegen in der Früh bei um 5 Grad, im Gegensatz zu unserem österreichischen Winter mit ca. -15 Grad.

Lorenz Nayland (meine Schule) veranstaltete dieses Jahr einen Ball speziell für Austauschschüler, mit dem Motto „Once upon a time“. Passend dazu verkleidete ich mich als Fee. Ja. Es war ein echt lustiger Abend und ich konnte auch einige Austuschschüler von anderen Schulen in der Umgebung kennenlernen.

In meinem absoluten Lieblings-fach, Outdoor Education lag der Schwerpunkt für den zweiten Term hauptsächlich auf Klettern, Mountainbiking und dann natürlich dem Camp im Kahurangi National Park am Ende des Terms. Doch dazu komme ich später noch. Sonst wechselte ich interessehalber noch 3 meiner Fächer und wir hatten immer wieder kleinere House-games an der Schule.

In meiner Freizeit treffe ich mich hauptsächlich mit Freunden und wir fahren oft nach Nelson, treffen uns am Strand in Tahuna - welcher 5min von meinem Haus entfernt ist -  oder gehen meinem neuen, durch Outdoor Ed gefundenen Hobby, Bouldern, nach. Außerdem spiele ich noch im Volleyball- und Basketballteam mit, mit welchen wir in unserer Liga recht erfolgreich sind. Außerdem war ich 2 Mal Gast bei einer Radioshow zweier meiner Freunde, bei der wir eine immer eine Stunde on air waren und über alles Mögliche sprachen, unter anderem unsere Leben als Austauschschüler und wir spielten natürlich auch Musik.

An den Wochenenden ging ich öfters auf Trips. Mit meiner Gastfamilie fuhr ich einmal in eine Topfsteinhöhle und danach Angeln. Das nächste Wochenende lud mich Giuseppe, der aus Italien kommt, ein mit seiner Gastfamilie und noch zwei anderen Internationals aus Norwegen und Taiwan zu ihrem Sommerhaus in Golden Bay zu kommen. Dort blieben wir 3 Tage und schauten uns unter anderem die Pupu Springs und Wainui Falls an und fuhren auch noch mit dem Boot aufs Meer hinaus um zu angeln. Außerdem fuhr ich mit 4 anderen Freunden zu den Malborough Sounds, wo eine kleine Bucht für uns alleine hatten. Dort sah ich auch das erste Mal die kleinen „blue penguins“. Wir gingen wandern und fuhren auch zu French Pass und Okiwi Bay.

LorenzGegen Ende des Terms fand dann unser zweites Outdoor Education Camp statt. 3 Tage lang wanderten wir durch den wundervollen Kahurangi National Park. Die 3 Tage waren echt anstrengend und ziemlich herausfordernd, doch dadurch machte es noch mehr Spaß. Am ersten Tag legten wir über 13km zurück und kamen völlig durchnässt bei der Hütte wo wir übernachteten an, da es den ganzen Tag geregnet hatte. Über Nacht schneite es und wir stapften einen noch längeren Weg, zuerst zu Gordon’s Pyramid und danach zu Mount Arthur, wo wir dann die Nacht draußen, unter einer Plane bei ungefähr -5 Grad übernachteten. Auf dem Weg dorthin hatten wir echt schöne Aussichten und konnten ganz Tasman Bay überblicken. Es war eine unglaublich coole Erfahrung und war definitiv eines meiner Highlights in NZ.

Meine Zeit in Neuseeland ist mittlerweile schon fast um und ich muss langsam anfangen mir Gedanken übers Heimgehen zu machen. NZ und damit auch vor allem meine vielen neuen Freunde die ich gefunden habe zu verlassen wird sicher schwer.

Bis zum nächsten Mal,
Lorenz

15.06.2017 Neuseeland Rundtour

Es ist so weit: Die Ferien sind da. Und für mich heißt das, dass die 2-wöchige Tour über die Nord- und Südinsel losgeht!
Auckland war der erste Stop. Dort besuchten wir den Skytower, Neuseelands höchstes Gebäude. Die nächsten Tage sind wir von Auckland bis nach Rotorua gefahren. Auf dem Weg haben eine Nacht in Whitianga übernachtet, wo wir auch zu „Hot Water Beach“ gefahren sind, einem Strand mit heißen Quellen, wo wir uns kleine Pools im Sand graben konnten. Den nächsten Tag hielten wir bei Cathedral Cove und danach an dem wahrscheinlich bekanntesten Surfer-Beach Mt. Maungaui in Tauranga. Danach fuhren wir nach Rotorua, auch bekannt als „smelly city“ wegen des Geruchs der vielen thermalen Quellen, für die die Stadt berühmt ist. LorenzAm ersten der beiden Tage die wir in Rotorua verbrachten, bekamen wir eine Führung durch das Hobbiton Movie Set und konnten das kleine Dorf in Mittelerde erster Hand sehen. Am nächsten Tag rollten wir in einem Plastikball einen Hügel hinunter bei OGO. An demselben Abend besuchten wir „Tamaki Village“, ein Maori Dorf, wo wir vieles über die Maori Kultur lernten. Zum Abendessen gab es ein traditionell zubereitetes Maori-Abendessen, ein „Hangi“. Nach einer langen Busfahrt am nächsten Tag, mit einigen Zwischenstops, zum Beispiel an den Huka Falls, kamen wir in Neuseelands Hauptstadt, Wellington, an. Nach einer abendlichen Tour durch die Innenstadt, besuchten wir Neuseelands Nationalmuseum, Te Papa, am nächsten und auch letzten Tag der Nordinseltour.

Nachdem wir die Fähre von Wellington genommen hatten, fuhren wir nach Nelson, wo am nächsten Tag dann die Südinseltour begann. Von Nelson fuhren wir nach Hamner Springs, welches, ähnlich wie Rotorua, für seine heißen Quellen bekannt ist. Außerdem gibt es dort ein großes Spa, wo wir den Abend verbrachten. Next Stop: Das schwer von Erdbeben getroffene Christchurch.

Lorenz

Nach ein bisschen Erkundung fuhren wir dann weiter zum Lake Tekapo, wo wir einen unglaublichen Nachthimmel genießen konnten. Lake Tekapo hat nämlich den zweit-klarsten Himmel der Welt und wir konnten in der Nacht unglaublich viele Sterne sehen, sowie die Milchstraße. Am nächsten Morgen sind wir zum Lake Pukaki gefahren, um den Sonnenaufgang zu sehen. Auf dem Weg nach Dunedin sahen wir uns weiters noch die „Steampunk-Headquarters“ und Moeraki Boulders an.

In Dunedin angekommen, nahm ich an der Elm Wildlife Tour teil, bei der wir Seelöwen, Robben und Pinguine aus nächster Nähe beobachten konnten. Nachdem wir am nächsten Morgen die steilste Straße der Welt, Baldwin Street, hinaufgegangen sind, machten wir uns auf den Weg nach Queenstown, wo wir die nächsten 2 Tage blieben. Am ersten Abend nahmen wir eine Gondel auf einen Hügel Lorenzwo wir eine tolle Aussicht über Queenstown hatten. Dort schauten wir uns eine weitere Maori-performance an. Am nächsten Tag stand eines meiner Highlights der Tour bevor: Skydiving. Von 12.000ft sprang ich aus dem Flugzeug. Es war ein etwas beängstigendes, aber trotzdem tolles Erlebnis. An den restlichen Tagen erkundeten wir Queenstown, gingen zur „Minus 5 Degrees ice bar“, einer Bar, die komplett aus Eis besteht, sogar die Becher, und wir probierten den berühmten Fergburger. Unser nächstes Ziel war der kleine Ort Franz-Josef (ja, so wie der österreichische Kaiser). Während der Fahrt hielten wir bei den Blue Pools, die diesen Namen durch das tiefblaue Wasser verdienen, Thunder Falls und einen der vielen schönen Strände der Westküste. Franz-Josefs Hauptattraktion ist der Gletscher, welcher einer der wenigen ist die direkt an einen Regenwald grenzen. Außerdem konnten wir dort in einem Wildlifecenter Kiwis sehen, was in Neuseeland eine ziemlich seltene Möglichkeit ist, da alle Kiwi-Arten bedroht sind. Bevor wir in Westport ankamen, hielten wir in Hokitika, dem „Greenstone Capital“, und an den Pancake Rocks. Am Tag danach, welcher auch der letzte der Tour war, konnte ich noch Surfen ausprobieren (zum ersten Mal). Es war eine tolle Erfahrung und es hat auch wahnsinnig Spaß gemacht. Danach fuhren wir dann nur noch zurück nach Nelson, wo die Tour endete. Die ganze Tour war eine echt bereichernde Erfahrung und wir konnten so viele atemberaubende Plätze sehen und tolle Einblicke in Neuseeland bekommen. Es war sicherlich eines meiner Highlights meines Aufenthaltes bis jetzt.


Bis zum nächsten Mal,
Lorenz

13.04.2017 Abel Tasman trip, Muddy Buddy und mehr

Lorenz Wie in meinem letzten Blog angekündigt, ist einiges passiert. Und das spannendste davon war wahrscheinlich unser Trip zu Abel Tasman mit Outdoor Education. Teils per Kajak, teils zu Fuß machten wir uns auf den Weg durch Neuseelands kleinsten Nationalpark, mit dem Ziel Anchorage, wo wir unser Camp aufschlugen. Nach ein bisschen Stargazing am ersten Abend, standen wir am nächsten Tag früh auf, um den Park zu erforschen: In der Früh erkundeten wir einen der vielen schönen Wanderwege, danach wanderten wir zu Cleopatra’s Pool, einem kleinen (eiskalten) Teich mit einer natürlichen Stein-Rutsche. Unseren Nachmittag verbrachten wir im Te Pukatea Bay. Am dritten Tag machten wir uns leider schon wieder auf den Weg zurück, doch von diesen 3 Tagen nahmen wir vieles mit: Viele Informationen über Neuseelands Fauna und Flora, viele neue Erfahrungen, viele Eindrücke und vor allem eine tolle Zeit mit Freunden in einem wunderschönen Nationalpark.

LorenzDoch der unser Trip zu Abel Tasman war nicht das einzige Ereignis: Ich nahm an dem „Muddy Buddy“ teil, einem ungefähr 6km langem Hindernisrennen durch Schlamm. Es machte riesig Spaß und es war eine coole Erfahrung. Genauso war unser Cave Rafting Trip nach Charleston, bei dem wir durch ein Höhlensystem erkundeten, tausende Glühwürmchen sahen und auf einem Gummireifen aus der Höhle trieben.

LorenzAußerdem halfen ein paar Internationals und ich bei dem „Marchfest“, einem jährlichen Bierfestival. Das ganze Geld, das wir dafür bekommen hätten, wurde dann an die „Nelson Arc“ gespendet, einen Verein, der verstoßene Hunde trainiert und auch Kindern, die sich in schwierigen Lagen befinden, Hunde zur Verfügung stellen. Das Ende des Terms steht kurz bevor, das heißt einerseits, dass die Ferien nicht mehr weit entfernt sind, doch andererseits auch, dass wir und von einigen Internationals verabschieden müssen. Leider sind einige gute Freunde, die ich hier gefunden habe, unter jenen, die in ihre Heimat (Schweiz, Chile und Slowakei) zurückkehren. Ich hab jedoch auch etwas auf das ich mich danach freuen kann: Mein 2-wöchiger North- and South Island Trip steht nämlich bevor.

Bis nächstes Mal,
Lorenz

29.03.2017 Der erste Monat

Kia Ora!
Die Zeit vergeht im Flug. Anfangs dachte ich, dass 6 Monate so eine lange Zeit sind, doch jetzt bin ich fast traurig dass ich “nur“ noch 4 Monate übrig habe. Ich habe schon einige neue Erfahrungen gemacht und so viel kann ich vorab sagen: Ich hatte soweit eine tolle Zeit und ich genieße jeden Moment den ich hier in Aotearoa verbringe. Nach einem ungeplanten Stopp in Wellington (da wir unseren Direktflug von Auckland nach Nelson verpasst hatten) kamen wir nach insgesamt ca 36 Stunden die wir entweder in der Luft oder an Flughäfen verbracht hatten, letztendlich müde, aber glücklich, dass wir endlich angekommen sind, am Flughafen Nelson an.

LorenzDort durfte ich dann auch schon meine Gastfamilie kennenlernen: Steve, Rachel und Lewis. Steve ist ein Zauberkünstler/Jongleur und gibt hier und da Shows, Rachel ist Töpferin und verkauft ihre Töpfereien hauptsächlich auf Märkten, die so gut wie jedes Wochenende stattfinden. Mein kleiner Gastbruder, Lewis ist 3 Jahre alt und hat mich mit einem „I’m gonna keep you forever“ willkommen geheißen. Seine Großeltern, John und Marion sind ungefähr 2 Stunden nach mir von ihrem Flug von Edinburgh in Nelson angekommen, um die nächsten 4 Monate hier zu verbringen. Die ganze Familie ist echt nett und fröhlich :) Ich wohne im Stadtteil Tahunanui und bin somit mit dem Fahrrad ungefähr 15min von der Schule entfernt und nur 5min vom Strand.

Nach den Orientation Days mit Study Nelson (wo wir unter anderem mit Wakas, den traditionellen Maori-Kanus gepaddelt sind) ging es auch schon ans Nayland College. Nayland ist ziemlich beliebt bei Austauschschülern (vor allem bei deutschen) und hat somit über 60 „intenationals“. Diese kommen unter anderem aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Norwegen, Japan, Taiwan, Brasilien und einigen anderen Ländern. Nach 2 weiteren Einführungstagen und einem Powhiri (eine offizielle Maori-Begrüßung, um in die Schulgemeinschaft aufgenommen zu werden) fing die Schule auch schon an. Ich nehme an vielen schulischen Aktivitäten teil, so habe ich jetzt pro Woche ein Volleyballtraining und 2 Spiele (1 mit dem Internationalen Team und 1 mit einem Kiwi-Team), ich spiele Ultimate Frisbee und ich spiele in der Jazz Band.

LorenzAn den Wochenenden treffe ich mich meistens mit Freunden am Strand, gehe mit meiner Gastfamilie auf Märkte oder mache hier und da kleinere Ausflüge. Ich habe zum Beispiel schon einen kleinen Ausflug zum Peluris River gemacht, in welchem eine Szene aus Der Hobbit gedreht wurde und wir schwammen ein bisschen in dem eiskalten, aber erstaunlich klaren Fluss. In der 2. Schulwoche fand dann der jährliche House Day statt, bei dem die Schüler der 4 verschiedenen Häuser (Draco, Phoenix, Aquila und Pegasus) gegeneinander, in den Farben des jeweiligen Hauses verkleidet, in Spielen antreten um Punkte zu sammeln. Da ich in Aquila bin, verkleidete ich mich in Blau/Weiß. Letztendlich wurden wir Dritter, 2 Punkte hinter Phoenix. 2 Wochen nach dem House Day fand auch schon die nächste Schulveranstaltung statt: Der Athletics Day. Ich habe die LorenzMöglichkeit natürlich ausgenutzt und hatte somit die Chance Sportarten auszuprobieren die ich noch nie zuvor gemacht habe, wie Speer- und Diskuswerfen und Kugelstoßen (in dem ich überraschenderweise Erster wurde). Durch meine Leistungen beim Athletics Day hatte ich mich sogar für die „Tasman School Athletics Championships“ qualifiziert, konnte jedoch nicht teilnehmen, da ich mich zu dem Zeitpunkt gerade auf einem 3-tägigen Camp im Abel Tasman National Park befand. Doch darüber werde ich euch in meinem nächsten Blogeintrag mehr erzählen ;)

25.01.2017 Vor dem Abflug

Lorenz Bald ist es soweit: In ein paar Stunden werde ich in Nelson landen und dann kann mein Auslandssemester, auf das ich schon monatelang hinfiebere, beginnen.
Momentan sitze ich jedoch noch im Flugzeug von Dubai nach Auckland; der ca 16-stündige Flug ist aber auch bald überstanden.
Doch ich will von vorne beginnen und mich zuerst einmal kurz vorstellen: Mein Name ist Lorenz, ich bin 16 Jahre alt und komme aus Österreich. Ich wohne mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester in einem kleinen Dorf in der Steiermark. In Graz gehe ich auf ein Gymnasium, bei dem ich den Sprachenzweig gewählt habe und mich für Latein und Französisch als Fremdsprachen neben Englisch entschieden habe. Ich mache gerne Sport, ich spiele Volleyball und gehe Rettungsschwimmen, ich spiele aber auch gerne Basketball und Ultimate Frisbee. Außerdem spiele ich seit 7 Jahren Saxophon.

In Neuseeland bleibe ich für ein halbes Jahr und werde in dieser Zeit das Nayland College in Nelson besuchen. Dort habe ich mich aus über 50 auswählbaren Fächern für Mathe, Englisch, Outdoor Education, Psychologie, Earth & Marine Sciene und Informatik entschieden. Ich habe mich speziell für Neuseeland entschieden, weil ich den Kiwi-Lifestyle kennenlernen will, die tollen Landschaften erkunden will und generell einfach viele neue Erfahrungen machen möchte.
Die Zeit vor dem Abflug habe ich unter anderem genützt, um mich ordentlich von meinen Freunden zu verabschieden: Ein gemeinsames Pizzaessen mit der Klasse, eine Abschiedsfeier und schlussendlich ein letztes Abschiedsessen im kleineren Kreis am Tag vor Abflug. Die restliche Zeit wurde dann hauptsächlich dem Kofferpacken gewidmet, das sich als schwieriger herausstellte, als erwartet.
Am Anfang noch 5kg Übergewicht, letztendlich wurden es bei mir dann 2 Koffer mit insgesamt 29kg von maximal 30kg + ein Rucksack mit 7kg als Handgepäck. Gerade über Sydney fliegend und mit ständig größer werdenden Aufregung, verabschiede ich mich für erste und der nächste Blogeintrag kommt dann schon direkt aus Neuseeland ;-)

Interview mit Aissa, die ihr Abitur 2013 mit uns in Neuseeland gemacht hat
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