Specialist Agent

Madeleine - High School Neuseeland Blog

20.09.: Was ist eigentlich daheim?

Madeleine Hi there! So schnell kann es gehen! Vor einem halben Jahr bin ich noch total aufgeregt und ahnungslos, was mich im nächsten halben Jahr erwarten wird, in den Flieger nach NZ gestiegen und jetzt….bin ich schon wieder „daheim“ in Deutschland.
Madeleine Aber was heißt denn eigentlich „daheim“?
Diese Frage hab ich mich in den letzten Wochen, die ich mit Begrüßungen und Wiedereinleben verbracht habe, des Öfteren gefragt.
Auch die letzte(n) Woche(n) noch in Neuseeland waren nicht so einfach für mich, oder ich denke, ich kann sagen, für uns. Als International Student muss man vor allem eines: Abschied nehmen können! So schwer es mir viel mich in Deutschland von allen zu verabschieden, der Abschied in Neuseeland von meinen Freunden, meiner wundervollen Gastfamilie, meiner brasilianischen Gastschwester, die ich in wenigen Monaten so sehr ins Herz geschlossen habe und meinem Zuhause dort, war um einiges schlimmer.

Allen war bewusst, dass es nie wieder so sein würde, wie es war. Bevor ich endgültig wieder nach Deutschland geflogen bin, habe ich noch ein paar Tage mit meiner Schwester und Mutter auf halber Strecke in Singapur verbracht und hatte so ein wenig Zeit um mich etwas daran zu gewöhnen und zu realisieren, dass ich wieder zurück komme.
Madeleine In Deutschland angekommen, erwarteten uns dann meine Vater, meine andere Schwester und meine beste Freundin am Flughafen und abends überraschten mich noch meine Freundinnen mit einem BBQ. Es war sehr schön alle wieder zu sehen, aber ich hatte zunächst einmal wieder einen Kulturschock. Irgendwie hatte sich ja zuhause doch nichts geändert. Aber ich mich eben schon. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass ich es noch gewöhnt war alles „the kiwi way“ zu sehen, gab es anfangs ein paar Schwierigkeiten mit der super pingeligen deutschen Lebensweise. Mittlerweile denke ich aber, dass ich mich wieder gut angepasst habe.
Gleich am Tag nach meiner Rückkehr ging ich wieder in die Schule, und ich habe mich auch sehr gefreut meine Klassenkameraden wieder zu sehen. Nach einer Woche fingen dann auch schon die langen Sommerferien an und bereits Anfang August habe ich sieben meiner deutschen Freunde von NZ und sogar einen Kiwi in München wiedergetroffen. Obwohl wir uns erst ca. drei Wochen nicht mehr gesehen hatten, kam es uns allen schon vor wie eine Ewigkeit.
Ich glaube es tat uns allen gut, mal wieder mit jemandem zu reden, der diese eigenartige Situation voll und ganz nachvollziehen kann, da wir ja alle das Gleiche durchmachten. Obwohl ich jetzt zwar wieder voll und ganz zurück bin, denke ich noch jeden Tag an und träume jede Nacht von Neuseeland. Dort drüben, auf der anderen Seite der Welt, hatte ich ein zweites Leben, das ich dank all den lieben Menschen, die ich getroffen habe und die tolle Zeit, die ich mit ihnen hatte, nie vergessen wMadeleineerde.

Ich weiß jetzt, was „daheim“ bedeutet: „daheim“ ist mein zuhause hier in Deutschland und „daheim“ ist in Nelson, NZ und „daheim“ kann auf der ganzen Welt oder in verschiedenen Ecken der Welt sein, denn „daheim“ ist kein Ort. Es ist ein Gefühl.
Dies ist nun mein letzter Blog-Eintrag und für alle, die sich vielleicht jetzt gerade dazu entschließen nach Neuseeland zu gehen oder bei denen es schon bald losgeht und genauso wie ich vor einem halben Jahr, noch gar nicht so richtig wissen, was da auf sie zukommt, Euch kann ich sagen:
Exchange will be the best 6 months/year you’ve had so far. Without a doubt. And it’ll also be the worst. Without a doubt. It’ll be something no one back at home will ever truly understand.

 

05.07.: Was bisher geschah - eine ganze Menge!

Hi there!

Jetzt ist es nur noch knapp ein Monat, bis ich mich von meiner kleinen Insel auf der anderen Seite der Welt, meinen Freunden und meiner Gastfamilie - eigentlich meinem ganzen neu aufgebauten Leben hier- verabschieden und wieder in die „Realität“, nach Deutschland zurückkehren muss…

Madeleine Aber bevor ich ans Verabschieden und Zurückkommen denke, will ich euch erst noch ein bisschen von meiner Zeit hier erzählen. ;)

Nach einem sehr erlebnisreichen ersten Term am Nayland College in Nelson, in dem ich unter anderem im Abel Tasman National Park kajaken und campen war, in Nelson einen Segelkurs belegt habe, bei einem Mud Run mitge“rannt“ bin und Paintball spielen war, hatten wir vom 15.04-01.05 zwei Wochen Termferien, die für mich nicht weniger erlebnisreich waren! Meine Ferien begannen mit einem 3-Tages-Trip nach Golden Bay, zu dem mich eine Freundin und ihre Gastfamilie mitgenommen hat. Wir haben in einem Haus direkt am Wasser gewohnt und viel unternommen. So haben wir zum Beispiel die Pupu Springs, riesige Wasserfälle und wunderschöne Strände besucht und waren im türkisfarbenen klaren Wasser Kanu fahren. Danach hatte ich ein paar Tage mit meinen Freunden (zumindest mit denen, die nicht mit ihrer Gastfamilie weggefahren oder auf einer Tour waren) in Nelson und habe, dank immer noch gutem Wetter, jeden Tag entweder in der Stadt oder am Strand verbracht. Madeleine

Bis dann am Freitag die Südinseltour losging. Um das ein bisschen zusammenzufassen: Wir, eine Gruppe von ungefähr 30 Schülern, unseren Tourbegleitern Mareike, Patrick und Melli und dem Busfahrer Keith, sind innerhalb von 8 Tagen die Südinsel an der Westcoast von Nelson über Franz Joseph bis Queenstown runter gefahren, hatten dort einen etwas längeren Aufenthalt von 3 Tagen und dann an der Eastcoast über Dundin und Kaikoura nach Nelson wieder hoch. In dieser Woche haben wir soooo viel erlebt und hatten wirklich eine richtig tolle Zeit! Dafür möchte ich an dieser Stelle Study Nelson danken, für die gute Organisation der Tour, und vor allem Mareike, Patrick und Melli , die sich so lange mit einer Gruppe Jugendlichen herumgeschlagen und trotzdem nie die Geduld verloren haben ;D

Madeleine In Outdoor Education machen wir immer diese Fragerunde nach jedem Camp: Was war dein Highlight? Was dein Lowlight? Und was würdest du das nächste Mal anders/besser machen? Wenn ich das auf die Südinseltour übertrage, ist meine Antwort die Folgende: Ein Lowlight gibt es nicht! Ich habe jeden Moment auf der Tour genossen!;) Und ich denke das einzige, was ich das nächste Mal anders machen würde, ist noch mehr Extra-Aktivitäten zu buchen! Mein Highlight war entweder der Bungy Jump in Queenstown oder Dolphin Swim in Kaikoura! Während Bungy jumping eine total spontane Idee und der richtige Adrenalin-Kick war, hatte ich schon immer den Traum einmal mit Delfinen in freier Wildbahn zu schwimmen. Beides war einfach nur richtig atemberaubend (literally…) schön!

Ich würde jedem der nach Neuseeland kommt und/oder sich überlegt eine Tour zu buchen, sehr empfehlen eines dieser beiden Dinge oder eben Beides zu machen! Denn, obwohl es manchmal etwas Überwindung kostet, von einer Brücke in die Tiefe zu springen, mit nur einem Gummiband an den Füßen oder im offenen Meer mit wilden Tieren zu schwimmen, ist es doch genau das, wozu wir auf ein Auslandssemester/Jahr/Term hierher gekommen sind. Um über uns selbst hinaus zu wachsen und uns aus unserer behüteten Umgebung heraus zu trauen, damit wir etwas erleben. Life begins at the end of your comfort zone!

In diesem Sinne,
See ya,
Maddy

03.03.: Die erste Wochen in Neuseeland

MadeleineHey there! Jetzt ist schon ein ganzer Monat vergangen, seitdem ich Deutschland verlassen habe und in Neuseeland angekommen bin. Mir kommt es noch gar nicht so lange vor, obwohl ich jetzt schon sooo viel erlebt habe. Aber mal von Anfang an…
In den ersten beiden Tagen hier in NZ hatten wir einen zweitägigen Intro-Course, also einen Einführungskurs für alle neuen Schüler von Study Nelson, in dem wir
ein bisschen in die Maori-Kultur eingeführt wurden, uns die Regeln und der Umgang mit der Gastfamilie erklärt wurde, wir noch weitere Informationen über die Schule und alle Schulangebote bekommen haben und nachmittags immer eine „Fun-Veranstaltung“ hatten, z.B. Segeln in der Nelson-Bay.

Am Donnerstag die Woche darauf hatten wir dann unseren ersten richtigen Schultag am Nayland College. Obwohl wir zwei Tage davor schon von Mr. Millar (International Director vom Nayland College) und seinen Kollegen auf die Schule vorbereitet wurden und uns alles erklärt und gezeigt wurde, war es für mich am Anfang schon sehr
verwirrend und ich hatte Schwierigkeiten mich zurecht zu finden. :D
Aber zum Glück sind die Kiwis alle super nett und helfen einem gerne, wenn man mal
nicht weiter weiß!;) Die Schulfächer in Neuseeland sind ganz anders als die, die wir
in Deutschland so kennen.
Natürlich gibt es hier auch die „Standards“ wie Mathe, Englisch, Biologie usw., aber darüber hinaus gibt es noch ein riesiges Angebot an praktischen Fächern, wie z.B. Photography, Fashion and Design, Outdoor Education…Da kann man sich gar nicht entscheiden!
Meine Wahl ist aber letztendlich dann auf Hospitality (kochen, servieren…Restaurant-Stuff!:D), Drama (Theater), Fashion and Design und Outdoor Education gefallen und ich bin total glücklich, weil mir jedes Fach richtig Spaß macht - was ich in Deutschland wahrscheinlich nie sagen würde…;D

MadeleineGenerell ist hier einiges nicht so, wie wir es von Deutschland kennen. Zum Beispiel die Preise. Neuseeland ist ein ziemlich teures Land, doch wobei Kleidung noch relativ normale Preise hat, sind Lebensmittel und Kosmetik- bzw. Duschartikel richtig überteuert! Da muss man sich schon genau überlegen, was man braucht und auf was man auch verzichten könnte. Außerdem vermisse ich jetzt schon deutsches Brot! Hier wird hauptsächlich Toast gegessen, wobei ich gehört habe, dass es irgendwo in Nelson auch einen Deutschen Bäcker gibt…den muss ich auf jeden Fall einmal besuchen! :D
Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich sehr gut. Da ich zuhause in Deutschland die Jüngste von drei bin, war es natürlich erst einmal eine große Umstellung für mich, mit vier kleineren Kindern zusammen zu wohnen, aber mittlerweile hab ich mich schon ein bisschen daran gewöhnt, die ältere „Schwester“ zu sein.

MadeleineAn den Wochenenden und unter der Woche nach der Schule, versuche ich immer etwas zu unternehmen, damit ich in dieser begrenzten Zeit in Neuseeland so viel wie möglich erlebe. Anfang Februar war ich mit meinen Eltern noch ein paar Tage auf der Nordinsel reisen und seit dieser Woche hab ich jetzt jeden Mittwochnachmittag Segeln. :)

Vom 07. – 09. März gehen wir von Outdoor Education aus
ins Sommercamp in den Abel Tasman National Park, worauf
ich mich auch schon sehr freue. Im nächsten Eintrag werde
ich euch dann auf jeden Fall erzählen, wie es war!

Bis dahin,
have a great time,
Madeleine

13.01.: In knapp einer Woche geht es los, mein großes Abenteuer!

Hallo!

Mein Name ist Madeleine, ich bin 15 Jahre alt und gehe in die 10. Klasse des Gymnasiums Ochsenhausen. Ich werde von Januar bis Juli 2016 das Nayland College in Nelson besuchen.
Madeleine Auch wenn ich es selbst noch gar nicht wirklich realisieren kann, aber: In ungefähr einer Woche geht es los!
Ich werde mit 32 anderen Schülern im Flugzeug nach Neuseeland sitzen.
Wie ihr euch wahrscheinlich vorstellen könnt, bin ich jetzt, so kurz vor meiner Abreise schon sehr aufgeregt und gespannt darauf, was mich in diesem halben Jahr alles erwarten wird.
Meine ältere Schwester war vor drei Jahren ebenfalls für ein halbes Jahr an einer High School in Neuseeland und total begeistert von Land und Leuten. Ich denke, gerade weil sie mit der Schule, den Menschen dort und dem Study Nelson Team so gute Erfahrungen gemacht hat, habe ich mich auch dafür entschieden, während meiner Schulzeit einen Auslandsaufenthalt in Neuseeland zu machen.
Ich bin mir sicher, dass der Abschied von meiner Familie und meinen Freunden hier in Deutschland schwer werden wird, dennoch freue ich mich schon sehr darauf, bald meine neuseeländische Gastfamilie, mit der ich schon ein bisschen E-Mail-Kontakt hatte und die sich richtig nett anhört, persönlich kennenzulernen, neue Schulfächer auszuprobieren und viele tolle Erfahrungen im „Land der langen weißen Wolke“ zu sammeln!

Bis bald (dann in Neuseeland)
Madeleine

Interview mit Aissa, die ihr Abitur 2013 mit uns in Neuseeland gemacht hat
High School Neuseeland Blogs:
Friederike
Friederike
Lorenz
Lorenz
Annika
Annika
Nina
Nina
Izem
Izem
Gina
Gina
Francisco
Francisco
Madeleine
Madeleine
Swenja
Swenja
Valentina
Valentina
Anna
Anna
Antonia
Antonia
Louisa
Louisa
Felix
Felix
Jana
Jana
Arno
Arno
Marie
Marie
Sophia
Sophia
Pia
Pia
Lilli
Lilli
Janine
Janine
Philipp
Philipp
Sarah
Sarah
Hannah
Hannah
Lena
Lena
Carolin
Carolin
Katarina
Katharina