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Nina - High School Neuseeland Blog

15.06.2017 Meine ersten vier Monate in Neuseeland

Jetzt bin ich schon länger als vier Monate in Neuseeland und es ist so viel passiert seitdem! Ich hatte sehr tolle Erlebnisse und habe schon viele Erfahrungen gemacht.
Aber ich fange mal ganz von vorne an. Der Flug war gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe viel geschlafen und saß neben Friederike, mit der ich mich auf Anhieb supergut verstanden habe. Während der Zeit hier, habe ich sie schon ein paar Mal in Nelson besucht und sie mich hier in Takaka.
Nina
Die zwei Vorbereitungstage waren total cool und alle waren sehr aufgeregt und gespannt auf die Zeit hier. Ich habe mit Amelie und Julia, die beide auch auf die Golden Bay High School gehen, zusammen in einer Gastfamilie gewohnt, weil es für uns nach den zwei Tagen noch weiter nach Golden Bay in die "richtige" Gastfamilie ging. Die Schule ist total anders hier. Sie ist viel kleiner als meine Schule in Deutschland und in manchen Fächern sind wir nur sechs bis acht Schüler. Ich habe nur sechs Fächer und eine Unterrichtsstunde ist 55 statt 45 Minuten lang. Meine Fächer sind Englisch, Mathe, Bio, Geo, Outdoor Education und Sport. Am Besten gefällt mir Sport. In Deutschland hatte ich nur praktischen Sportunterricht, hier haben wir auch Sporttheorie, was ich sehr interessant finde.
In Outdoor Education hatten wir im ersten Term Kajaken, was mir anfangs nicht so gut gefallen hat, aber der 3-tägige Trip war dann aber doch viel besser als gedacht und ich hatte viel Spaß! Im zweiten Term hatten wir bisher Klettern und Mountainbiken, was mir beides sehr viel Spaß gemacht hat. Nina Was ich viel besser an der Schule hier als in Deutschland finde, ist, dass die meisten Leute viel weniger Wert auf Klamotten oder das Aussehen legen. Es ist viel wichtiger, dass es praktisch und bequem ist. Ich gehe zum Beispiel mittlerweile fast jeden Tag in Jogginghose zur Schule und in Deutschland war ich oft geschminkt - hier dagegen noch nie. Auch der Unterricht ist viel entspannter, kaum jemand meldet sich, man redet einfach darauf los. Was ich auch total cool finde ist, dass die ganze Schule in vier ‚houses‘ eingeteilt ist. Das heißt, man bekommt eine Farbe, entweder blau, grün, gelb oder rot, zugeteilt und sammelt über das ganze Schuljahr für sein ‚house' Punkte und das ‚house', das die meisten Punkte am Ende des Jahres hat, hat gewonnen. Punkte kann man zum Beispiel an sportlichen Events, wie ‚athletics day‘ oder ‚swimming sports‘ bekommen. Das Ganze erinnert mich ein bisschen an die "Harry Potter"-Filme. Der ‚Athletics day‘ hat mir sehr gut gefallen. Fast alle machen mit und ziehen sich in der jeweiligen Housefarbe an und dann feuert man die Leute aus seinem House an. Seit Term 2 habe ich jeden zweiten Mittwochnachmittag ‚Höhlenwandern‘, wobei ich nicht ganz verstehe, warum die deutsche Übersetzung Höhlenwandern ist. Mit Wandern hat es nicht so viel zu tun, vielmehr muss man durch die Höhlen kriechen, sich abseilen und durch kaltes Wasser schwimmen. Danach sind wir alle meistens total voll mit Schlamm. Es ist jedes Mal so aufregend und es macht total viel Spaß! Nina Sehr schade finde ich hier an der Golden Bay High School, dass es nachmittags kaum Sportangebote gibt und da Takaka ein sehr kleiner Ort ist, gibt es auch kaum außerschulische Sportangebote. Sport fehlt mir wirklich sehr. In der ersten Zeit hier in Neuseeland hatte ich noch sehr doll Heimweh, das ist jetzt aber viel besser. Mittlerweile kommt mir mein deutsches Leben schon fast ein bisschen ,,unreal“ vor, wenn ich zum Beispiel Bilder anschaue, kommt es mir vor als wären sie von einer anderen Person und nicht von mir. Klar gibt es aber immer noch mal Momente, in denen man Zuhause vermisst. Im Februar, als es noch sehr warm war, habe ich mit Amelie und ihrer Gastfamilie an einem Wochenende direkt am Strand geschlafen. Schon der Weg dahin war total cool und abenteuerlich, da ihre Gastmutter für die falsche Golden Bay nach den Tides geguckt hat und wir dann anstatt Ebbe Flut hatten. Wir wurden klitschnass bis zum T-Shirt und mussten über Felsen klettern, aber wir hatten alle total viel Spaß dabei. Nachts haben wir dann nur unter dem Unterzelt geschlafen, sodass wir den Sternenhimmel angucken konnten. Das war ein superschönes Erlebnis. In den Ferien habe ich die Südinseltour mitgemacht. Das waren unvergessliche neun Tage! Wir haben so viele wunderschöne und coole Orte gesehen, ich würde auf jeden Fall jedem empfehlen, eine der Touren mitzumachen! Nina Vorletztes Wochenende hatten wir ein verlängertes Wochenende und dann bin ich mit der Familie von Sheree, ein Mädchen aus meiner Klasse, nach Te Anau gefahren. Das ist ganz im Süden der Südinsel, also hatten wir eine 14-stündige Autofahrt vor uns. In Te Anau waren wir auf einer Geburtstagsparty von ihrer Familie und sind mit einem kleinen Boot durch eine Höhle gefahren, überall um uns herum waren türkise Glühwürmchen. Es war so schön! Auf dem Rückweg waren wir dann noch in der Schokoladenfabrik in Dunedin und haben Sheree beim Netball spielen in Christchurch zugeguckt. Letztes Wochenende bin ich mit Elisha, eine Freundin aus meiner Klasse, trampen gegangen. Wir sind zur Sylvester Hut gelaufen und haben dort eine Nacht geschlafen. Die Hütte ist auf einem Berg und wir hatten Glück, es lag sehr viel Schnee dort. Abends haben wir den superschönen Sonnenuntergang angeguckt und morgens einen Wecker gestellt, um den Sonnenaufgang anzugucken. Das waren so coole zwei Tage mit ihr. Gestern war ich mit Amelie und Beate, Beate ist auch eine Austauschschülerin, Fallschirm springen. Wir hatten total Glück und hatten strahlend blauen Himmel. Ich werde dieses Erlebnis niemals vergessen, es war so aufregend!
Ich bin total glücklich, dass ich schon so viel erlebt habe und sehr gespannt auf meine nächsten 6 Monate hier in Neuseeland!

Eure Nina

12.02.2017 Die gestrandeten Wale

Am Freitag, den 10. Februar hat meine Gastmutter mir gleich morgens erzählt, dass über Nacht 300 Wale, ca eine halbe Autostunde von uns entfernt, gestrandet sind. Sie hat gesagt, dass wir dort gerne nach der Schule hinfahren können, wenn ich möchte. Natürlich wollte ich das.
Als ich in die Schule gekommen bin, waren einige andere Schüler nicht in der Schule, weil sie bei den Walen geholfen haben.
Nach der Schule sind wir dann mit Amelie, sie ist auch eine Austauschschülerin, dort hingefahren.

Nina Als wir angekommen sind, haben wir erst mal eine Einführung, was wichtig ist zu beachten, wenn man bei den Walen ist, von einer Freiwilligmj;mnen bekommen. Dann mussten wir vier Kilometer am Strand laufen, um zu den Walen zu gelangen. Von weiter weg haben wir sehr viele Menschen gesehen. Auf dem Weg dorthin, lagen schon sehr viele tote Wale mit einem aufgemalten Kreuz am Strand. Das war ein sehr schreckliches Gefühl.
Als wir bei den vielen Menschen angekommen sind, haben wir gesehen, dass sie sich alle um die lebenden Wale gekümmert haben. Über jeden Wal wurden Tücher gelegt und die Menschen haben Eimer mit Wasser über sie gekippt. Amelie und ich haben angefangen mitzuhelfen und auch wenn die ganze Situation sehr schrecklich war, war es ein sehr tolles Gefühl, diesen Walen noch helfen zu können. Es hat einem Hoffnung gegeben und es war ein gutes Gefühl von Gemeinschaft.
Nach einiger Zeit hat uns dann eine Frau wieder zurück nach Hause gebracht.
Am nächsten Morgen bin ich dann wieder mit Amelie's Gastfamilie zu den Walen gefahren. Leider konnten wir nichts machen, da nur die Leute mit Neoprenanzügen ins Wasser durften, da gerade Flut war. Nina

Über das Wochenende sind dann nochmal 100 Wale mehr gestrandet. Dass Wale stranden, passiert jedes Jahr hier in dieser Region, aber ,,normalerweise'' sind es ca 30-50, manchmal auch 100, aber es ist sehr ungewöhnlich, dass es dieses Jahr über 400 waren. Wale sind sehr soziale Tiere und wenn ein oder mehrere Tiere in die falsche Richtung schwimmen, kommen die anderen hinterher um sie zu ,,retten''.

Daher mussten einige der Wale eingeschläfert werden, damit sie nicht noch andere anlocken und noch mehr sterben müssen. Ein paar wenige konnten aber zum Glück auch gerettet werden.
Insgesamt war es ein sehr aufregendes Gefühl mit gemischten Gefühlen. Es war schrecklich, wie viele Wale gestorben sind, aber schön einigen helfen zu können


NinaHallo,

ich bin Nina, bin 16 Jahre alt und komme aus der Nähe von Flensburg. Von Januar bis Dezember 2017 werde ich auf die Golden Bay High School gehen.

Jetzt dauert es nicht mehr lange und dann geht es los nach Neuseeland. Die Vorfreude und Aufregung wird immer größer. Gleichzeitig kommen auch manchmal ein paar Zweifel. Ich denke aber, dass das ganz normal ist.

Letzten Monat habe ich die Kontaktdaten von meiner Gastfamilie bekommen. Ich habe mich sehr gefreut und der erste Eindruck ist sehr gut. Sie haben mir sogar schon eine E-Mail mit Bildern zurückgeschickt. Die ganze Familie sieht sehr nett aus und ich freue mich sie kennenzulernen.

Am meisten freue ich mich auf die Schule und das Schulsystem, vor allem auf das Fach ,,Outdoor Education“ bin ich sehr gespannt. Und natürlich freue ich mich auf die Gastfamilie, die Landschaft und die vielen neuen Erlebnisse und Erfahrungen, die ich machen werde.

Ich hoffe, dass ich mich schnell einleben werde und schnell neue Freunde finde.
Hoffentlich wird es eine sehr tolle Zeit werden!

Interview mit Aissa, die ihr Abitur 2013 mit uns in Neuseeland gemacht hat
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