20 Jahre Study Nelson - Story of the month

Seit 1999 ist Neuseeland im Herzen unserer Teilnehmer

Viele unserer ehemaligen Teilnehmer/innen behalten Neuseeland auch nach der Rückkehr von ihrem Schulaufenhalt im Herzen. Wir haben sie gefragt, warum das so ist und ob sie uns darüber etwas mehr erzählen möchten. Einige ihrer ganz persönlichen Geschichten werden wir in den nächsten Monaten an dieser Stelle veröffentlichen.

Gleichzeitig ist so eine kleine Zeitreise durch 20 Jahre Study Nelson und eine Wiederbegegnung mit liebgewonnenen Menschen entstanden. Besonders berührt hat uns der „rote Faden“, der sich durch alle Geschichten zieht. Sie erzählen von einem Neuseeland, das Raum für Ideen, Entdeckungen und Träume bietet, die (vielleicht) ein Leben verändern können.

Wenn ihr wissen möchtet, was wir meinen, schaut selbst!

Viel Spaß beim lesen der Story of the month!

November

Dieses Mal berichtet gleich eine ganze Familie, was sie bis heute mit Neuseeland und mit Study Nelson verbindet.
Seitdem Mutter Anastasia mit 19 Jahren selbst einmal in Neuseeland war, wusste sie nämlich genau: auch die eigenen Kinder sollten später einmal die Gelegenheit haben, dieses wunderbare Land kennenzulernen! Sohn Philipp machte 2016 den Anfang, seine jüngere Schwester Hannah folgte zwei Jahre später. Ihre Erlebnisse schildern sie uns hier:

Der Traum Neuseeland

Ein Auslandssemester während der Schulzeit stand eigentlich nie zur Diskussion. Vielmehr ging es um die Frage: Wohin?
Neuseeland. Ich war damals 19 und wusste, das müssen meine Kinder auch mal in ihrem Leben gesehen haben!!

Also stand zumindest schon mal für mich als Mutter der Kontinent fest. Aber wer organisiert sowas? Und wer hilft bei einem Problem vor Ort - Neuseeland ist ja soweit weg? Da geht schonmal das elterliche Kopfkino los…mein Sohn Philipp war allerdings sehr schnell überzeugt. So sind wir, um uns zu informieren, auf eine Messe für Auslandsaufenthalte gefahren. Gefühlt gab es dort an die 100 Anbieter. Relativ übersichtlich gab es dann aber auch schon welche, die sich auf diesen Kontinent spezialisiert haben. Aber keiner, von dem ich sagen konnte, dass sie im Notfall bei solch einer Entfernung vor Ort sind und nach einem 15-Jährigen schauen können.
Plötzlich standen wir am Stand von Study Nelson.

Das authentische Gespräch mit Sandra und ihrem frisch aus Neuseeland zurückgekehrten Sohn hat uns schon sehr beeindruckt. Freundlich, ruhig, aufgeschlossen und sehr professionell: das waren die Gründe, weshalb wir uns für Study-Nelson entschieden haben. Wir hinterliessen unsere Kontaktdaten und die Telefonate begangen: über verschiedene Programme, mögliche Schulen, Visaanträge, Finanzdokumente…so viele Dokumente!

Das Team von Study Nelson hatte mit uns alle Hände voll zu tun, aber zu keinem Zeitpunkt hatten wir das Gefühl, dass wir zu viele Fragen stellen. Geduldig ging man immer wieder auf unsere Fragen ein. Die gleiche fürsorgliche Betreuung hat sich auch vor Ort bewiesen.
Innerhalb von 10 Tagen hat das Team von Study Nelson für Philipp eine neue Gastfamilie gefunden, nachdem es mit seiner ersten nicht geklappt hat. Der Kontakt mit seiner neuen Familie steht nach 3 Jahren immer noch und nächstes Jahr haben wir eine “family reunion” in Deutschland!

Philipp: “Meine Highlights sind definitiv meine Familie, vor allem mein Gastbruder, das Boys College Rongotai mit meinem Rugby Team, die Ausbildung zum Surf Life Guard, die Südinsel Tour mit NZDirekt und Welly!”
Nach seiner Rückkehr hat er seiner jüngeren Schwester Hannah den Aufenthalt in Neuseeland schmackhaft gemacht und 12 Monate später begann die nächste Vorbereitung. Auf dem Vorbereitungstreffen lernte ich, Hannah, die ganzen anderen Schüler und Schülerinnen kennen, die mit mir nach NZ flogen. Schon bald saßen wir im Flugzeug und konnten uns gemeinsam auf unser Abenteuer freuen. Von Auckland aus, bin ich mit einer kleineren Gruppe nach Nelson geflogen, wo ich mit offenen Armen von meiner Gastfamilie und dem Study-Nelson-Team empfangen wurde.

Die liebevolle Atmosphäre zu Hause bei meiner Gastfamilie und die tollen Einführungstage vor Ort mit dem Study Nelson Team und den anderen neuen Students, haben mir meine Ankunft und Eingewöhnungsphase verschönert. Ich kann mich noch genau erinnern wie aufgeregt, aber auch nervös ich vor meinem ersten Schultag am NCG (Nelson College for Girls) war.
Die Schulzeit auf einem Mädchen-College war eine besondere Erfahrung und hat mich sehr geprägt. Das erste, was mir aufgefallen ist, war der natürliche, lustige und liebe Umgang miteinander zwischen Schülerinnen, aber auch der respektvolle Umgang zwischen Lehrern und Schülerinnen. Schon nach der ersten Woche wusste ich, dass das Wort “Schule” für mich dort eine ganz andere Bedeutung bekommen würde, und so war es dann auch. Jedes Fach ist einzigartig gestaltet und meine Lehrer haben es geschafft, mich für so viele verschiedene Themen zu begeistern und neue Dinge und Methoden auszuprobieren zu wollen, wovon ich heute, zurück in meiner deutschen Schule wirklich profitieren kann, vor allem im Fach Englisch. Durch Gruppenarbeit in der Schule wurde ich gezwungen, auf einfache Weise meine Komfortzone zu verlassen und konnte mich so für das Kontakte-Knüpfen öffnen. Diese Kontakte sind mir bis heute geblieben. Durch die ungezwungene Atomsphäre konnte ich relativ schnell Vertrauen in die Mentalität und Kultur fassen und auch außerhalb der Schule Freundschaften schließen.

Meine Highlights in meinem Auslandsjahr waren meine Gastfamilie, mit meinen zwei kleinen Schwestern und meine Freunde, die mich durch diese 6 Monate begleitet und viele Erlebnisse verschönert haben, wie zum Beispiel Reiten nach der Schule, Segeln oder Rudern im Sommer, Wandern, sog. Tramps, oder andere Outdoor Aktivitäten, die ich vor allem durch das Fach Nelson Experience ausprobieren konnte. Durch all das habe ich auch die einzigartige Natur Neuseelands besser kennengelernt.

Die Sehnsucht war so groß, dass ich ein Jahr später für meine Sommerferien nach Neuseeland zurückgekehrt bin.

Oktober

Für Oktober gibt es die Geschichte von Kristina, die 2002 bei uns das Nelson College for Girls besucht hat.

Warum hast du dich damals für Study Nelson entschieden?

Bei mir war das damals so, dass Birgit einen Vortrag über Study Nelson an meinem Gymnasium in Biberach gehalten hat (auch ihrer alten Schule). Ich war sofort begeistert, auch wenn ich wahrscheinlich nicht einmal wusste, wo genau Neuseeland liegt. Meine Eltern habe ich dann relativ schnell überzeugt und im Januar 2002 ging’s los.

Was waren für dich die Highlights während deiner Zeit in Neuseeland? Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Ich war „nur“ für einen Schul-Term in Nelson und habe mich zum Glück von Anfang an total wohlgefühlt – v.a. auch in meiner Gastfamilie und mit meinen drei Gastschwestern. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die vielen Ausflüge mit meiner Gastfamilie, die mir viel von der Südinsel gezeigt haben. Aber auch die Schule (ich war am Nelson College for Girls) war für mich eine ganz neue Erfahrung – ich habe mich viel freier und selbstständiger gefühlt und konnte ohne den gewohnten Druck ganz neue Dinge ausprobieren und lernen. Am Ende musste ich meine Eltern überreden, dass ich meinen Aufenthalt verlängern durfte – weil die Tanzschule, in der ich mit meinen Gastschwestern Stunden genommen habe, eine Aufführung plante und ich unbedingt mitmachen wollte. Trotz der Verlängerung ist es mir richtig schwer gefallen, Abschied zu nehmen.

Was machst du heute? Hat deine Schulzeit in Neuseeland in irgendeiner Form deinen weiteren persönlichen und beruflichen Lebensweg geprägt? Wenn ja, wie?

Drei Jahre später nach meinem Abitur war ich noch einmal - und dieses Mal länger - in Neuseeland. Inzwischen bin ich Ärztin und bin immer noch für das Reisen zu begeistern. Auch während meiner Ausbildung war ich viel im Ausland – und ganz aktuell steht ein neues Abenteuer an: ein Umzug nach China, wo mein Mann bereits seit einigen Monaten lebt und arbeitet. Unsere vorgezogenen Flitterwochen haben wir übrigens im März/April in Neuseeland verbracht – vier Wochen war leider sehr kurz, aber auch wunderschön. Ein bisschen nach „zu Hause“ fühlt sich Nelson für mich immer noch an!