
Bo
"Guardians of Tomorrow" (Weltbürger) Stipendiatin 2026
Kia Ora!
Ich bin jetzt schon eine ganze Weile hier, in meinem zweiten Zuhause in Neuseeland. Ich möchte euch ein bisschen von meinen ersten Wochen erzählen, damit ihr, wenn ihr euer eigenes Neuseeland-Abenteuer startet, ein paar Ideen habt.
Der Gruppenflug war super spannend für mich, vor allem weil ich am Anfang kaum jemanden kannte. Aber man kommt schnell ins Gespräch, wir alle starten ja gemeinsam in ein neues Abenteuer. Die Flüge waren echt gut, und unsere gleichen T-Shirts haben sehr geholfen, die Gruppe im großen Singapore-Airport wiederzufinden. Der letzte Flug mit der kleinen Air-New-Zealand-Propellermaschine war besonders süß.
Hier angekommen ging alles erst richtig los. Ich bin sehr glücklich mit meiner Gastfamilie. Natürlich ist es am Anfang anders als zuhause und man ist vielleicht etwas zurückhaltend. Aber Gastfamilien freuen sich wirklich auf dich und wollen dich als Teil ihrer Familie – also einfach offen sein! Man wird hier auch schnell selbstständiger, organisiert sich selbst, bekommt aber immer Hilfe, wenn man sie braucht.
Ein Tipp von mir: Immer eine helfende Hand anbieten und oft „Danke“ sagen. Kiwis sind sehr freundlich und das gehört hier einfach dazu.
Am meisten Respekt hatte ich vor der Sprache. Am Anfang ist es etwas schwierig, aber die Menschen hier sind sehr geduldig. Fehler sind überhaupt kein Problem – einmal habe ich sogar „hedgehog“ und „headache“ verwechselt. (Hab meinem Mathelehrer erzählt ich hätte einen Igel, als ich Kopfschmerzen hatte 🙂) Alle fanden es eher lustig.
Die Schule hier ist wirklich ganz anders – aber im positiven Sinne. Besonders die Fächer sind spannend. Am Waimea College kann man neben Mathe und Englisch vier weitere Fächer wählen, zum Beispiel Outdoor Education, Psychology, Dance, Arts/Photography oder Food Technology.
Die Schule ist groß und eher wie ein kleines Dorf aufgebaut, ohne hohe Gebäude. Alle tragen Schuluniform, was am Ende wirklich praktisch ist. Außerdem gibt es sechs „Häuser“, ähnlich wie bei Harry Potter, denen man zufällig zugeteilt wird. Das hilft sehr, schnell Freunde zu finden. Besonders cool ist der „House Day“, an dem die Häuser in verschiedenen Spielen gegeneinander antreten.
Neben dem Unterricht gibt es viele Aktivitäten. Ich habe mich für die Environmental Group entschieden. Dort kümmern wir uns um einen Bio-Schulgarten und machen Umweltprojekte – perfekt, wenn man sich für Umweltschutz interessiert, so wie ich. :)
Nach der Schule treffe ich mich oft mit Freunden. Ich wohne in Richmond, dort gibt es eine Mall zum Shoppen oder einfach zum Treffen. Man kann auch mit dem Bus nach Nelson fahren, zum Strand gehen oder auf den Markt.
Abends ist hier alles etwas früher. „Tea Time“, also das Abendessen, ist meistens schon gegen 17:30 oder 18 Uhr. Viele Neuseeländer stehen früh auf und gehen auch früher schlafen. Am Wochenende verbringt man dann meist viel Zeit mit Familie und Freunden, oft draußen.
So vergeht die Zeit hier unglaublich schnell. Es gibt so viel Neues zu entdecken, dass man kaum zum Vermissen kommt. Neuseeland ist ein sehr grünes, freundliches Land mit tollen Menschen, die es einem leicht machen, sich willkommen zu fühlen. Ich freu mich auf alles, was noch kommt!
Bis dahin - take care! :)




Kia ora!
My next step - 16. Januar 2026 kurz vor dem Abflug nach NZL
Bevor es übermorgen tatsächlich losgeht, so habe ich die letzten Wochen zu Hause genutzt :)
Zuerst einmal habe ich mit meinen Freunden gefeiert und mich verabschiedet. Jetzt hab ich viele Glücksbringer von ihnen in meinem Koffer. Danach mein Abschied beim Sport und in der Schulklasse - und bewusst noch mal alle gemeinsamen Momente genossen!
Ehrlicherweise hab ich gerade ein bisschen Angst, dass mein Englisch zu schlecht ist oder dass es schwer wird Freunde zu finden… Doch damit ich mich bloß nicht in mein Schneckenhaus zurück ziehe, haben sich meine Freunde was überlegt. Sie haben mir eine "bucket list" erstellt, mit allen möglichen Sachen, die ich in Neuseeland erleben muss. So werde ich versuchen, mich Schritt für Schritt für die neuen Menschen und Erfahrungen zu öffnen. :)
Zu einem noch viel „schwereren“ Teil - das Packen!
Mein bester Freund: die Kofferwaage. Es hilft, das Gepäck (25 kg bei mir, das variiert aber je nach Buchung) ein paar Mal probeweise zusammenzupacken und zu wiegen, 25 kg sind nicht viel. Denkt an kleine Dinge, die euch viel bedeuten, Fotos von Freunden und der Familie, ein Tagebuch, ein Glücksbringer…
Außerdem war für mich ein sehr großer Schritt, den ersten Video call mit meiner Gastfamilie zu machen. Danach wurde mir erstmal richtig bewusst, dass es jetzt wirklich bald losgeht und ich ein halbes Jahr bei diesen netten Menschen leben werde. Kann ich mir noch kaum vorstellen…Aber ich muss mir wirklich keine Sorgen machen! Durch Study Nelson habe ich eine Gastfamilie bekommen, die wirklich toll zu mir passt - ich glaube, ich werde mich sehr wohl fühlen bei ihnen :).
Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Study Nelson. Ich habe mich total begleitet gefühlt, immer wieder in der richtigen Dosis, sehr konkret, sogar auf die Schneeverhältnisse der letzten Tage hier in Deutschland vor dem Abflug wurde eingegangen! Die Schülerkoordinatoren von Study Nelson können total gut vermitteln: vorbereitet und begleitet zu sein, das hat mir super geholfen. Für jeden, der in Zukunft mit Study Nelson Neuseeland entdecken möchte, hier ist man auf jeden Fall gut aufgehoben!
Viele, mit denen ich in den letzten Wochen über ihre Austauscherfahrungen
gesprochen habe, berichten, dass der Anfang meist ungewohnt und auch mal schwer
ist. Aber dann wird es immer leichter und einfach eine einzigartige Erfahrung - in diesem Sinne: Ich melde mich wieder mit Eindrücken aus Nelson und vom Waimea College.
Eure Bo

Mein Name ist Bo. Ich bin 14 Jahre alt und komme aus der Region Osnabrück. Aktuell bin ich noch in Deutschland und besuche die 9. Klasse. Aber nicht mehr lange, denn im kommenden Januar geht es auch für mich endlich nach Neuseeland - genauer gesagt nach Nelson auf das Waimea College.
Ich bin neugierig, liebe Reisen und Sport, aber vor allem bin ich gerne draußen in der Natur. Deshalb ist Neuseeland auch das perfekte Land für mich - faszinierende Landschaften, einzigartige Menschen und einfach eine ganz andere Lebensweise und Kultur.
Dazu kommt noch der etwas andere Schulalltag in Neuseeland. Ich lerne sehr gerne und bin immer bereit für eine Herausforderung, sei es im Bezug auf die Schulfächer oder beim Kennenlernen neuer Freunde und natürlich auch meiner Gastfamilie.
Ich interessiere mich schon lange für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und engagiere mich schon seit Jahren im WWF. In unserer Schule bin ich bei „Jugend forscht“ aktiv. Unser aktuelles Projekt beschäftigt sich mit der Reinigung von durch Öl verschmutzten Gewässern durch den Einsatz von Tierhaar-Filtereinheiten. Etwas im bewussten Umgang mit unserer Natur zu bewirken, das ist für mich auch in Neuseeland ein wichtiges Ziel: wenn ich dieses Land nach einem halben Jahr wieder verlasse, will ich mich nicht nur selbst weiterentwickelt haben. Ich möchte auch aktiv ein kleines Stück Verantwortung für die einzigartige Natur Neuseelands übernommen und einen Beitrag geleistet haben, damit sie auch für die Zukunft erhalten bleibt!
Für mich persönlich wünsche ich mir, selbstständiger, offener und noch interessierter an der Welt zu werden, Erfahrungen machen, wozu ich ohne dieses Austauschhalbjahr nie die Möglichkeit gehabt hätte. Neuseeland wir mich prägen, ich weiß zwar nicht genau wie, aber ich freu mich darauf, es Schritt für Schritt zu erleben!
.... to be continued. Hier erscheinen in den nächsten Monaten weitere Beiträge von Bo über ihr High School Abenteuer in Neuseeland.

